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Überflüssige Therapie: Viel hilft nicht viel

Der schöne Schein der Medizin trügt: Denn der Nutzen der ein oder anderen Therapie ist nicht wissenschatlich belegt. Viele Therapien sind offenbar völlig überflüssig. Das zeigt sich etwa in den USA. In den Vereinigten Staaten kommen etwa ein Drittel der US-Gesundheitsausgaben durch nutzlose Untersuchungen und Behandlungen zustande.

Überflüssige Behandlungen

Therapie: Wenn Ärzte zuviel des Guten tun

Viel hilft viel? Nicht immer, denn es gibt offenbar auch zu viel des Guten. Denn so manche Therapie ist ohne wirklichen Nutzen und damit vollkommen überflüssig. 30 Prozent aller Gesundheitsausgaben werden für Untersuchungen und Behandlungen ausgegeben, die keinen Nutzen bringen.  Ärzte meherer Eliteuniversitäten Nordamerikas haben diesen Umstand der Übertherapie festgestellt. „Das Problem ist unterschätzt und wenig untersucht“, schreibt das Team um Deborah Korenstein in den Archives of Internal Medicine laut Süddeutsche. „Wir müssen wissen, wie oft und wo es vorkommt, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern.“

Wenn eine Therapie keinen Nutzen bringen

Überdiagnostik und Übertherapie stehen nicht nur in den USA an der Tagesordnung. Auch in Deutschland hat die ein oder andere Therapie, die mehr schaden als Nutzen, Einzug gehaltenw. Die Autoren haben sich der Schwierigen Aufgabe gestellt, das Ausmaß dieser Übertherapie in den USA zu erfassen. Dabei dokumentieren sie Dutzende sinnlose oder potenziell gefährliche Verfahren – dazu gehören Krebstests, Tumormarker, Spiegelungen von Magen und Darm bei leichten Beschwerden, die Entfernung der Gebärmutter bei gutartigen Neubildungen, Röntgen Rückenschmerzen und vieles mehr.

Therapie: Antibiotika wird zu oft verordnet

Den Autoren der Untersuchung ist dabei aufgefallen, dass Ärzte oft Antibiotika bei viralen Infekten der Atemwege verschreiben.“Wir müssen bessere Kriterien aufstellen, wann ein Verfahren angemessen ist und wann nicht, um Wildwuchs einzudämmen“, fordert Korenstein. 60 Prozent der Ärzte verschrieben der Studie zufolge bei grippalen Infekten Anitbiotika, obwohl dies nicht gegen Viren wirkt, den Körper schwächen und zur Bildung von Resistenzen beitragen können. Auch in Deutschland gibt es einige kritische Stimmen, die sagen, die ein oder andere Therapie sei nutzlos. Andere haben daegen sogar mehr Nachteile als Vorteile. Und einige sind sogar einfach nur überflüssig und gleichzeitig gefährlich.

Kommentare

  1. Tolle Artikel, sehr informativ. Trotzdem hinterlässt die Thematik einen bitteren Nachgeschmack und als Patient fühlt man sich doch immer häufiger regelrecht ausgenommen. Außerdem muss man ja bald Angst haben, als Melkkuh benutzt zu werden.

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