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Jeder Vierte starb 2010 an Krebs

Es sind erschreckende Zahlen, die das Statistische Bundesamt jetzt veröffentlicht hat: Hierzulande stirbt jeder Vierte an Krebs. Es waren 219 000 Menschen, die durch die Krankheit Krebs im Jahr 2010 gestorben sind.

Jeder Vierte starb 2010 an Krebs

Jeder Vierte starb 2010 an Krebs

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbadens mitteilte, stirbt jeder vierte Bundesbürger an der Krankheit Krebs. Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist es laut Robert-Koch-Institut damit die zweithäufigste Todesursache. Jährlich erkranken derzeit in Deutschland etwa 450.000 Personen, wobei der häufige, aber nur sehr selten lebensbedrohlich verlaufende weiße Hautkrebs in der Statistik nicht berücksichtig werden. 219 000 Menschen starben im Jahr 2010 an Krebs. 1,5 Millionen Menschen kämpfen derzeit in Deutschland aufgrund einer Krebserkrankung um ihr Leben. Allein aufgrund demografischer Veränderungen rechnen Experten in den kommenden Jahren sogar mit einer weiteren erheblichen Zunahme dieser Zahlen.

Krebs: Lungentumore am häufigsten

Die meisten Menschen sterben am Lungenkrebs und Bronchialkrebs mit knapp 43 000 Fällen. Es ist damit die häufigste Krebsart. Zudem erkranken auch viele Menschen an Brustkrebs. Vor zwei Jahren starben 17 500 Frauen an Brustkrebs. Zu den häufigsten Krebserkrankungen gehört laut Bundesamt auch Dickdarmkrebs mit über 17 000 Todesfällen. Männer starben laut Statistik am häufigsten an Lungen- und Bronchialkrebs, die Frauen hingegen in erster Linie an Brustkrebs. Fast ein Viertel aller Krebstoten war jünger als 65 Jahre. In der Altergruppe der 45- bis 65-Jährigen war eine Krebserkrankung sogar die Todesursache Nummer eins. Laut WHO starben im Jahr 2008 weltweit 7,6 Millionen Menschen an Krebs.

Hintergrund: Was ist Krebs genau?

Der Begriff Krebs steht für die krankhafte Veränderungen von Zellen. Sie teilen sich häufiger und schneller als gesunde Zellen. Wachstum, Reifung und Teilung sind bei gesunden Zellen reguliert. Krebszellen vermehren sich hingegen unkontrolliert. Dadurch ensteht ein Geschwulst aus entarteten Zellen. Diese bösartigen Neubildungen zerstören gesundes benachbartes Gewebe. Über das Blut und Gefäßsystem (Lymphsystem) können sich die Zellen vermehren und in anderen Organen Tochtergeschwulste bilden, sogenannte Metastasen.

Krebs: Ursache der Erkrankung

Ärzte führen Krebs auf genetische Ursachen sowie eine ungünstige Lebensweise zurück. Die genauen Ursachen, die zu einer Krebserkrankung führen, sind bis heute allerdings nicht geklärt. Allerdings werden bestimmte Risikofaktoren benannt:

  • Genetische Veranlagung
  • Rauchen, Alkohol
  • Ungesunde Ernährung
  • Infektionen wie Hepatitis B
  • Viren
  • Umweltgifte
  • Röntgenstrahlen und andere Strahlen

httpv://www.youtube.com/watch?v=hrl2BMfFZac

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