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Studie: Kann Fasten womöglich Krebs heilen?

Schon vor Jahrzehnten hat ein Wissenschaftler und Nobelpreisträger bereits entdeckt, dass Zucker der Treibstoff von Krebszellen ist. Bis jetzt hat sich aber eine Ernährungstherapie gegen Krebs noch nicht durchgesetzt. Eine neue Studie könnte das vielleicht ändern: Krebstumore schrumpfen und bilden weniger Metastasen, wenn kurz vor Beginn der Chemotherapie gefastet wird.

Studie: Kann Fasten womöglich Krebs heilen?

Fasten könnte Krebs vielleicht heilen. Foto: Pixelio/CC Simone Peter

Ein internationales Team von Forschern hat in einer Untersuchung entdeckt, dass Fasten vor einer Chemotherapie Krebs schrumpfen lässt und Metastasen verringert. Die Untersuchung war ein Tierversuch mit Mäusen. Bei fastenden Mäusen wirkte die Behandlung laut Wissenschaftler deutlich besser. Sie hatten zwei bis drei Tage vor der Chemo keine Nahrung erhalten. Die zweite Gruppe von Mäusen wurde ganz normal ernährt. Wie die Forscher schreiben, wurden mehr Mäuse geheilt und Tumore waren um mehr als die Hälfte geschrumpft.

Krebs: Fasten und Chemotherapie

Fasten und Chemotherapie zusammen konnten die Metastasen dabei um 40 Prozent stärker reduzieren als die Chemotherapie alleine. Von den Ergebnissen der Studie berichten die Forscher in Fachmagazin „Science Translational Medicine„. „Die Kombination von Fasten mit Chemotherapie war ohne Ausnahme viel effektiver als die Chemotherapie allein“, sagt Studienleiter Valter Longo von der University of Southern California in Los Angeles. Das habe sich in der Studie gleich bei mehreren Krebsarten gezeigt, darunter waren Brustkrebs, Eierstockkrebs und Gehirntumore. Die Sensation daran: Der Großteil der Krebsarten habe sogar auf das Fasten alleine reagiert.

Fasten gegen Krebs?

Die Ergebnisse müssen sich allerdings erst in klinischen Studien beim Menschen bestätigen. Wenn sich dieser Effekt auch bei krebskranken Menschen zeigt, dann könnte das die Standardtherapien gegen Krebs deutlich verbessern, meinen die Forscher. In ersten Vorstudien hatte sich bereits gezeigt, dass Krebspatienten, die zwei Tage vor und einen Tag nach einer Chemotherapiegabe gefastet hatten, die Chemotherapie deutlich besser vertrugen und nur wenig an Gewicht verloren. Die Kombination Fasten und Chemotherapie erwies sich sogar gegen das sogennante Neuroblastom als wirksam. Das ist eine sehr aggressive bei Kindern auftretende Krebsart. 20 Prozent der Mäuse mit dieser Krebsart konnte durch die Kombinationstherapie Fasten und Chemo geheilt werden. Hingegen die Mäuse, die eine Chemotherapie alleine erhalten hatten, starben ausnahmslos.

Fasten macht Krebszellen überaktiv

Aber warum schwächt das Fasten Krebs und warum schrumpfen Krebszellen wieder? Die Wissenschaftler erkären sich das damit, dass ormale Zellen bei einem Mangel an Nährstoffen in einen energiesparenden Ruhezustand fallen. Das funktioniert aber nur bei normalen Zellen. Bei Krebszellen wird dieser Ruhezustand verhindert. Und darin liegt sogar der Grund verborgen: Die Krebszellen werden aktiver und veruschen neue Proteine zu erzeugen, um sich zu teilen. Durch diese erhöhte Aktivität der Krebszellen entstehen zellschädigende Moleküle. Sie zerstören die DNA der Krebszellen und führen zu ihrem Absterben. „Die Krebszelle begeht letztlich Selbstmord“, sagt ein beteiligter Forscher.

2 Kommentare

  1. Klingt ja relativ einfach. Allerdings bleibt wirklich abzuwarten, ob das Fasten wirklich beim Menschen die gewünschte Reaktion zeigt. Allein, wenn die Chemotherapie dann besser vertragen werden kann, dürfte dem Patienten schon viel geholfen sein.

  2. Gut, noch ist es ja nur ein Mäuseversucht. Aber ich habe in einem Buch (Wie Sie ihren Arzt davon abhalten Sie umzubringen – LESETIPP) gelesen, dass eine der Patientinnen des Autors ihrer Ernährung komplett auf Obst umgestellt hat und nach keinem Jahr war kein Krebs mehr zu finden.

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