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Nahrungsergänzung: Werbung nur mit wissenschaflichen Belegen

Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln versprechen oft das Blaue vom Himmel: Manche Produkte sind gut für die Augen, Haare oder Nägel, andere wirken gegen Cellulite und manche stärken die Abwehrkräfte.  Jetzt hat ein Gericht aber entschieden: Mit der gesundheitsfördernden Wirkung dürfen Hersteller nur werben, wenn diese wissenschaftlich belegt ist.

Nahrungsergänzung: Werbung nur mit wissenschaflichen Belegen

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat entschieden: Hersteller von Nahrungsergänzungsmittel dürfen ihre Produkte nicht mit ihrer angeblich gesundheitsfördernden Wirkung bewerben, wenn diese nicht durch fundierte wissenschaftliche Studien belegt wurde. Der Richter begründete sein Urteil damit, dass die Verbraucher durch falsche gesundheitsbezogene Aussagen von Nahrungsergänzungsmitteln in Gefahr gebracht werden könnten. Denn der Verbraucher  vertraue dann darauf und verzichtet daher vielleicht auf ärztlichen Rat.

Durch das Urteil wurde einer Firma verbote mit Aussagen über die angebliche gesundheitsfördernde Wirkung ihres Pilzpulvers zu werben. Das Unternehmen hatte beispielsweie sein Produkt damit beworben, dass es gut für eine gesunde Verdauung sei. Zudem stärke es das Immunsystem und sorge für einen gesunden Kreislauf. Dabei waren diese Behauptungen bislang nicht wissenschaftlich belegt worden.  Die vermeintliche gesundheitsfördernde Wirkung muss laut Gericht beispielsweise in Studien nachgewiesen werden.

Aufgrund der grundsätzlichen Fragestellung, welche Anforderungen an gesundheitsbezogene und gesundheitsfördernde Angaben zu stellen sind, ließ das Gericht die Revision zum Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe zu. Jener soll nach Aussage der Frankfurter Richter auch darüber entscheiden, ob sich der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg mit der Thematik befassen soll.

 

2 Kommentare

  1. Die Lebensmittelindustrie und die Pharmaindustrie verarschen uns nach Strich und Faden. Augen auf! Man braucht nicht jeden Mist aus der Werbung !!!!

  2. Wäre man jetzt böse, würde man sagen, selbst schuld, wer der Werbung und ihren Versprechungen glaubt. Aber ich sehe es ganz genauso: Augen auf und nicht alles glauben, was die Werbung verspricht.

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