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Stetiger Alkoholkonsum auch in kleinen Mengen gesundheitsschädlich

Das regelmäßige Gläschen in Ehren klingt harmlos, ist es aber nicht. Wer täglich Alkohol trinkt, geht leichtfertig mit seiner Gesundheit um. Eine Alkoholabhängigkeit muss dabei gar nicht vorliegen, denn nicht nur die Suchtgefahr wiegt schwer.

Stetiger Alkoholkonsum auch in kleinen Mengen gesundheitsschädlich

Auch das Krebsrisiko steigt, selbst bei geringen regelmäßig genossenen Alkoholmengen. Die Bundesregierung hat nun ein neues Aufklärungs- und Beratungsprogramm beschlossen. Die „Nationale Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik“ soll einen Aktionsplan aus dem Jahr 2003 ersetzen. Gabriele Bartsch, stellvertretende Geschäftsführerin der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in Hamm, warnt vor einer Verharmlosung des Alkoholgenusses. Eine positive und unkritische Einstellung zu Alkohol sei weit verbreitet, Bartsch gibt zu bedenken: „Alkohol ist aber zum Beispiel auch eine der Hauptursachen für Krebs, das ist den meisten gar nicht bewusst.“

Die Grenzen zwischen einem gewohnheitsmäßigen Alkoholkonsum und echter Alkoholsucht sind fließend. Eine Abhängigkeit entwickelt sich langsam, unterschiedliche Faktoren nehmen Einfluss auf den Prozess. Zwei Gläser Wein am Abend machen nicht körperlich abhängig. Erst dann, wenn der gesamte Stoffwechsel des Körpers sich auf den Betrieb mit Alkohol einstellt und ohne ihn nicht mehr störungslos funktioniert, ist der Mensch auch körperlich abhängig. Dennoch besteht die Gefahr, dass aus ein bis zwei Gläsern pro Tag nach und nach mehr werden.

Neben der klassischen körperlichen Abhängigkeit erzeugt Alkohol auch eine psychische Abhängigkeit. Hierzu sind auch geringe Mengen ausreichend, sofern sie täglich konsumiert werden. Bartsch empfiehlt aus diesem Grund mindestens zwei Tage pro Woche komplett auf Alkohol zu verzichten, um nicht in eine psychische Abhängigkeit zu geraten. Unterhalb der Grenze von 12 Gramm Alkohol pro Tag für Frauen und 24 Gramm für Männer ist der Alkoholgenuss im Hinblick auf eine alkoholbedingte Folgeerkrankung risikoarm. Diese Menge entspricht einem kleinen Glas Bier oder Wein täglich.
(ms)

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