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Rückenprobleme sind eine Frage der Haltung

Es ist Teil der schönen neuen Arbeitswelt, in der sich viele über Stunden nicht vom Schreibtischstuhl  lösen. Jeder dritte Beschäftigte in Deutschland arbeitet überwiegend sitzend, und von dort lässt sich mittlerweile fast alles bequem am Bildschirm erledigen. Eine aktuelle Umfrage zeigt dabei: Viele machen die Arbeitshaltung für ihre Rückenprobleme verantwortlich.

Rückenprobleme sind eine Frage der Haltung
Rückenprobleme sind eine Frage der Haltung

Über Stunden hinweg sitzen viele Berufstätige am Schreibtisch. Danach ist der Schweinehund groß und die Lust auf Sport klein. So sitzen wir den Feierabend aus und das wirkt sich auf die Gesundheit aus. Laut TK-Gesundheitsreport ist fast jeder zehnte Fehltag rückenbedingt. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag der TK machten sechs von zehn Befragten die einseitige Arbeitshaltung für ihre Rückenprobleme verantwortlich.

Gudrun Ahlers, Expertin für Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der TK: „Eigentlich waren die Rückenschmerzen in der ersten Hälfte des letzten Jahrzehnts rückläufig, seit 2006 verzeichnen wir aber wieder einen Anstieg.“ Sie empfiehlt deshalb, den Alltag auch in der digitalen Welt aktiver zu gestalten. „Idealerweise sollte man den Tag mit Bewegung beginnen. Den Arbeitsweg kann mal als Trainingsparcours nutzen, indem man mit dem Fahrrad fährt oder eine Station früher aus dem Bus steigt“, so Ahlers. Auch die Mittagspause kann man nutzen, um sich die Beine zu vertreten.

Regelmäßige Bewegung ist eine der besten Methoden, Rückenschmerzen vorzubeugen. 30 Minuten Spaziergehen am Tag, das raten Experten.  Wer Rückenschmerzen vorbeugen möchte, sollte zudem auch auf sein Verhalten im Alltag achten, beispielsweise beim Heben. Vor allem sind Rückenschmerzen aber auch eine Frage der Haltung: Bei der Körperhaltung ist es sehr wichtig, dass sie häufig gewechselt wird. Gerades Sitzen, ein richtiger Bürostuhl und der richtige Abstand zum Schreibtisch sind wichtig.

Und im Büro sollten sich nicht nur die Finger auf der Tastatur bewegen, um Rückenschmerzen vorzubeugen. „Viele Dinge lassen sich ebenso gut im Stehen erledigen, wie zum Beispiel telefonieren, die Post öffnen und lesen, sich kurz mit Kollegen abstimmen“, so die Gesundheitsexpertin. Beschäftigten, die über Problemlösungen oder kreative Ideen nachdenken, empfiehlt sie umherzugehen statt auf den Bildschirm zu starren, das fördert den Gedankenfluss.

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