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Bundestag hat Reform der Organspende beschlossen

Tausende Menschen sterben, weil nicht genug Spenderorgane vorhanden sind. Dabei könnte ein Organspender in der Theorie mindestens acht Leben retten. Der Bundestag hat sich daher für eine Reform der Organspende entschieden. Alle Versicherten ab 16 Jahren werden von diesem Sommer an von ihren Krankenkassen schriftlich befragt, ob sie Organspender sein wollen.

Organspende wird neu geregelt

Bundestag hat Reform der Organspende beschlossen

Die gesetzlichen und privaten Krankenkassen werden demnach in Zukunft verpflichtet, ihren Versicherten binnen eines Jahres nach Inkrafttreten des Gesetzes Informationsmaterial und einen Spendeausweis zu schicken. Jeder Erwachsene wird damit regelmäßig gefragt, ob er zur Organspende bereit ist. Eine Pflicht gibt es aber nicht: Jeder kann die Unterlagen unbesehen wegwerfen oder sich zur Organspende bereit erklären.

Alle zwei Jahre sollen alle Versicherten eine Erinnerung zur Organspende samt Ausweis erhalten. Die Antwort kann auf einem Spenderausweis, aber auch auf dem Personalausweis oder dem Führerschein vermerkt werden. Durch die Reform sollen sich Menschen mehr mit dem Thema beschäftigen. Der Bundestag will dafür sorgen, dass sich alle Menschen einmal im Leben mit der Frage der Organspende auseinandersetzen.

„Jeder Organspender ist ein Lebensretter“, sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr. Je mehr Menschen dabei mitmachten, desto weniger Empfänger müssten warten. „Die Organspende ist ein Akt der Nächstenliebe“, für den man sich persönlich entscheidet.

Im Jahr 2010 ist dabei die Zahl der Organspenden wieder gesunken. 1.200 Organspenden konnten 2011 bundesweit durchgeführt werden. Das sind 96 Spender weniger als 2010.

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