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Obst und Gemüse offenbar oft voller Pestizide

Eigentlich ist Obst und Gemüse sehr gesund. Doch Früchte aus konventionellem Anbau können Rückstände von Pestiziden enthalten, häufig sind es ganze Pestizid-Cocktails. Das berichtet die Organisation Greenpeace nach einer aktuellen Untersuchung.

Obst und Gemüse offenbar voller Pestizide
Obst und Gemüse offenbar voller Pestizide

Vitamine und Balaststoffe aus Obst und Gemüse sind gesund. Doch offenbar gibt es auch Schattenseiten. Denn bestimmtes Obst enthält beispielsweise richtige Pestizid-Cocktails. Greenpeace ließ Daten der deutschen Lebensmittelüberwachung und von Greenpeace-Pestizidtests von Experten neu bewerten. Sie untersuchten hierfür mehr als 22.000 Proben. Das Ergebnis: Rund 80 Prozent des konventionell erzeugten Obstes und mehr als 55 Prozent der Gemüseproben enthielten Pestizide.

Wer Pestizide im Essen vermeiden will, sollte Bio-Ware wählen oder auf das Herkunftsland von Obst und Gemüse achten, sagt Manfred Santen, Chemieexperte bei Greenpeace. Deutsches Obst und Gemüse sowie Lebensmittel aus EU-Ländern schnitten besser ab als vergleichbare Ware aus der Türkei und anderen Ländern. Tafeltrauben, Paprika, Birnen, Zucchini und Grapefruit aus der Türkei lagen mit ihren Pestizidrückständen besonders häufig über den in Europa gültigen Höchstgehalten.

Der in der EU gültige Pestizid-Höchstgehalt wurde beim Obst in 3,1 Prozent der Fälle überschritten, beim Gemüse waren es 4,8 Prozent, wie Greenpeace mitteilte. Exotische Sorten wie Okra oder Chilischoten aus Indien und Thailand gehören laut Greenpeace ebenfalls zu den Problemfällen. Aber auch Kopfsalat wies hohe Giftgehalte auf. Die hoch belasteten Proben stammten dabei aus Belgien, Holland und Italien.

Im Obst- und Gemüseanbau kann legal ein weites Spektrum an Pestiziden versprüht werden, so Santen. Pestizide können Greenpeace zufolge den Hormonhaushalt und das Immunsystem negativ beeinlfussen, Krebs fördern oder das Nervensystem schädigen. Daher rät die Organisation, aus Vorsorgegründen den Verzehr dieser Chemikalien zu vermeiden. Dies gilt besonders für Bevölkerungsgruppen wie Kleinkinder, Schwangere und Kranke. Außerdem habe der Einsatz von Pestiziden schwerwiegende Folgen für die Umwelt.

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