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Glaube an Osterhase ist gut für die Entwicklung von Kindern

Bald ist es wieder soweit: Ostern steht vor der Tür und der Osterhase trifft seine letzten Vorbereitungen. Das zumindest glauben Kinder und das ist auch gut so. Forscher sagen nämlich, dass der Glaube an den Osterhasen gut für die kognitive Entwicklung sei.

Glaube an Osterhase ist gut für die Entwicklung von Kindern

Glaube an Osterhase ist gut für die Entwicklung von Kindern

Der Osterhase, die Zahnfee, das Christkind, der Weihnachtsmann: Eltern lassen Kinder in dem Glauben, sie existierten wirklich. Doch immerhin belügen Eltern ihre Kinder mit diesen Fantasiefiguren. „Der kindliche Glaube an Fantasiegestalten ist durchaus gut für die kognitive Entwicklung“, sagt die Psychologin Jacqueline Woolley von der Universität von Texas in Austin. „Das regt die Fantasie an und lässt Kinder Möglichkeiten erwägen, die in der realen Welt nicht existieren“. Sollte man Kinder daher im Glauben lassen?

Wie Ute Bayen von der Universität Düsseldorf erklärt, ist es keine einfache Frage: „Wenn sich alle Spielgefährten im Kindergarten auf den Osterhasen freuen, dann ist es schon schade für ein Kind, wenn es zu Hause zu hören bekommt: Den gibt es doch gar nicht“, sagt die Psychologin. Die kindliche Begeisterung solle nicht gedämpft werden, findet sie.

Kinder glauben an den Osterhasen, weil es die Eltern behaupten, der Hase habe die Eier bemalt, gebracht und im Garten versteckt. Denn Eltern gelten als glaubwürdige Quelle. Zudem glauben die Kinder im Umfeld auch alle an den Osterhasen. Die bemalten Eier werden dann ja auch tatsächlich am Ostersonntag von den Kindern gesucht und gefunden. Das genügt Kindern als Beweis.

Dass die Eltern dabei das Märchen des Osterhasen unterszützen, berge aber auch Risiken: „Hier ist das Vertrauensverhältnis gefährdet. Denn die Kinder könnten enttäuscht sein, wenn ihnen klar wird, belogen worden zu sein.“ Sie rät Eltern deshalb, sensibel und behutsam mit dem Thema umzugehen.Wenn Kinder Zweifel äußern, dann sollten die Eltern kritische Fragen unterstützen. So zum Beispiel:  „Kann ein so kleiner Osterhase denn wirklich so viele große Eier tragen?“

Der Glaube an den Osterhasen ist dabei Experten zufolge nie so stark wie etwa der Glaube an den Weihnachtsmann. Daher kommen beim Osterhasen auch vielfach früher Zweifel auf. Dabei merken Kinder meist von ganz alleine durch den Austausch mit anderen Kindern im Kindergarten oder der Schule, dass es den Osterhasen nicht gibt.

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