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Risikospirale Depression, Antidepressiva und Diabetes

Das Wechselspiel zwischen Diabetes Typ II und Depressionen ist unter anderem Thema beim Diabetes Kongress in Stuttgart, an dem vom 16. bis 19. Mai 5000 Ärzte, Diabetesberater und Spezialisten auf dem Feld der Diabetologie teilnehmen werden. Jeder achte an Diabetes erkrankte Mensch leidet zugleich an Depressionen. Zum einen kann Diabetes durch die Depression ausgelöst werden, zum anderen ist Diabetes ein Risikofaktor für Depressionen.

Risikospirale Depression, Antidepressiva und Diabetes

Risikospirale Depression, Antidepressiva und Diabetes

Ausgerichtet wird der Kongress von der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Psychologie der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Deren Vorsitzender Dr. phil. Dipl.-Psych. Bernhard Kulzer, Fachpsychologe Diabetes im Diabetes-Zentrum Mergentheim, betont den engen Zusammenhang zwischen dem im Volksmund als „Zuckerkrankheit“ bezeichneten Diabetes typ II und depressiven Erkrankungen. Laut Kulzer leidet jeder achte Mensch mit Diabetes an einer Depression, jeder fünfte an erhöhter Depressivität.

Wenn Menschen mit Depressionen an Diabetes leiden, sind häufig Antidepressiva dafür verantwortlich. Die Medikamente führen oft zu einer Gewichtszunahme, verbunden mit einer Insulinresistenz, welche die Reaktion der Zellen im Körper auf Insulin vermindert. Hinzu kommen chronischer psychischer Stress und Schlafstörungen, die entzündliche Veränderungen an den Gefäßen begünstigen. Auch der umgekehrte Fall ist zu beobachten, in dem der Diabetes die Depression entstehen lässt. Dies hängt nach Aussage des Diabetes-Experten mit der reduzierten Lebensqualität zusammen, die viele Menschen als extrem belastend und Stress auslösend empfinden.

Obwohl nach Angaben des Veranstalters in Deutschland rund sieben Millionen Menschen an Diabetes leiden und weitere drei Millionen betroffen sind, ohne von der Krankheit zu wissen, mangelt es am wissenschaftlichen Nachwuchs in Forschung und Lehre. Wie Andreas Fritsche, Sprecher der Diabetes Gesellschaft mitteilte, hat sich die Zahl der Lehrstühle mit Schwerpunkt Diabetes in den vergangenen zehn Jahren halbiert. Auch eigene Abteilungen für Diabetes an Krankenhäusern sind laut Fritsche rar geworden. (ms)

Kommentare

  1. Zur Behandlung von Depressionen möchte ich auch auf die Biblische Krankenheilung (Aufklärung und Beratung) hinweisen. Grundlage sind Aussagen der Bibel.

    Jesus Christus spricht in Matthäus 11,28:
    Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich will euch erquicken.

    Psalm 146,8:
    Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind.

    Psalm 103,3:
    Gott heilt alle deine Krankheiten.

    1. Johannes 3,22:
    Alles, was wir erbitten, empfangen wir von Gott, weil wir seine Gebote halten und tun, was ihm gefällt.

    Gott kann direkt heilen, aber auch durch Therapeuten, Medikamente usw.

    Mit guten Segenswünschen
    Claus F. Dieterle

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