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Stress ist keine Chefsache

Mehr Verantwortung, mehr Stress? Diese Formel scheint im ersten Moment sinnvoll zu sein. Doch Chefs sind offenbar entspannter. Zumindest wenn es nach den Ergebnissen einer Studie aus den USA geht. Das haben Forscher der Harvard-Universität belegen können.

Während Angestellte zunehmend unter Stress leiden, sind Chefs offenbar entspannter. Foto: TK-Symbolfoto/CC Flickr

US-Wissenschaftler konnten zeigen: Menschen in Führungspositionen sind weniger gestresst sind als Angestellte. Dabei scheinen Chefs auf den ersten Blick mehr Stress zu haben und Verantwortung zu tragen: Viele Termine und ständige Erreichbarkeit müssten eigentlich als Stressfaktoren fungieren. Stattdessen zeigt eine Studie das Gegenteil: Vorgesetzte scheinen häufig gar nicht so stark unter Druck zu stehen.

Führungskräfte sind nach der Studie weniger gestresst als einfache Angestellte. Sie zeigten in Untersuchungen weniger Anzeichen von Stress – und dies sogar umso weniger, je mehr sie das Gefühl von Kontrolle besaßen. Das berichten Forscher in den „Proceedings“ der US-amerikanischen Akademie der Wissenschaften.

Jennifer Lerner ihr Team von der Harvard-Universität nahmen für ihre Untersuchung den Speichel von 148 Menschen in höheren Positionen bei US-Regierung und Militär sowie 65 einfachen Angestellten verschiedener Berufe unter die Lupe und untersuchten ihn dabei auf die Menge des Stresshormons Cortisol. Die Führungskräfte wiesen im Durchschnitt ein deutlich geringeres Stressniveau auf als die andere Gruppe. In einer standardisierten Befragung litten sie zudem viel selterer unter Unruhe und Unsicherheit.

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