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Forscher entlarven Stammzellen als Krebsursache

Es ist eine Meldung, die für Aufsehen sorgen könnte: Offenbar haben Medizinforscher die eigentliche Ursache für Krebserkrankungen und wiederkehrende Tumore gefunden. Sollten Tumore eigene Stammzellen entwickeln, die auch nach einer Behandlung mit den einschlägigen Methoden zum Wiederausbruch der Erkrankung führen? Drei Studien liefern Belege für diese Theorie, die nun in der Medizinwelt erneut heftig diskutiert wird. Sollte sich der Verdacht erhärten, ergeben sich gänzlich neue Ansätze für die Behandlung von Tumorerkrankungen.

Forscher entlarven Stammzellen als Krebsursache

Forscher entlarven Stammzellen als Krebsursache

Drei unabhängige Studien aus Belgien, den Niederlanden und den USA lassen den Schluss zu, dass Krebsstammzellen für den erneuten und wiederholten Ausbruch der Erkrankung verantwortlich sein können. Demnach müsste eine Behandlung zukünftig nicht nur darauf abzielen, Krebszellen zu zerstören, denn auch die Krebsstammzellen müssten eliminiert werden, folgern die Mediziner. Anders als die bisherige Theorie besagt der neue Ansatz, dass Krebszellen selbst sich kaum vermehren. Vielmehr geht diese Vermehrung vorrangig von den Stammzellen aus.

Der neue Ansatz wird von den Forschern dann auch mit großem Interesse verfolgt, stellen sich doch Fragen, ob die Eliminierung der Stammzellen ohne allzu große Schädigung des menschlichen Organismus möglich ist. Ebenso ist noch völlig offen, ob eine Anpassung bestehender Krebstherapien erforderlich ist oder ob die bisherigen Behandlungsformen weiterhin bestehen bleiben können.

In jedem Fall dürfte den Forschern mit diesen neuen Studien ein großer Erfolg im Kampf gegen die gefürchtete Krankheit gelungen sein. In dieser Richtung wird man nun weiter forschen, Experten gehen deshalb auch davon aus, dass die wissenschaftliche Diskussion mit dieser wichtigen Erkenntnis erneut und verstärkt an Fahrt aufnehmen wird.

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