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Chiemgau-Klinik eröffnet neues Burn-Out-Zentrum

Nach nur einem Jahr Bauzeit war er fertig: Der Erweiterungsbeau der Chiemgau-Klinik in Geisenhausen wurde vor wenigen Tagen seiner Bestimmung übergeben. Der feierliche Festakt konnte über eine eigentlich erfreuliche Mitteilung am Rande nicht hinweg täuschen, die gleichzeitig nachdenklich stimmt. Zukünftig werden in der Klinik vorrangig Patienten behandelt, die an dem gefürchteten Burn-Out erkrankt sind. Bereits jetzt müssen Betroffene mit einer Wartezeit zwischen vier und fünf Monaten rechnen, denn die Klinik ist schon jetzt ausgebucht.

Chiemgau-Klinik eröffnet neues Burn-Out-Zentrum

Chiemgau-Klinik eröffnet neues Burn-Out-Zentrum

800 Quadratmeter Grundfläche und 2.760 Quadratmeter Geschossfläche mit 40 Betten machen den Erweiterungsbau aus, so dass nun insgesamt 179 Betten verfügbar sind. Der moderne Bau ist mit bodentiefen Fenstern versehen, Schiebeläden dienen als Sonneschutz, Balkone und neue Gauben sorgen für Licht und Helligkeit. Der Träger der Klinik ist die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft Bahn See, die in den vergangenen zehn Jahren rund 30 Millionen Euro in die Erweiterung der Klinik steckte. Eine stolze Summe, die über den Hintergrund dieser umfangreichen Maßnahmen nicht hinweg täuschen kann: Psychosomatische Krankheiten haben nicht nur im Umfeld der Bahn gravierend an Bedeutung gewonnen. Hohe Zeiten von krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit bis hin zur Frühverrentung sind die Folge des gefürchteten Burn-Outs, und gerade dieser beängstigenden Entwicklung wollte man mit dem Ausbau der Klinik Rechnung tragen.

Die Klinik zielt besonders auf die Behandlung von Bahnbeschäftigten ab, behandelt werden vorrangig Lokführer, die mit Personenschäden im Fahrbetrieb konfrontiert waren. Die Klinik hat dann auch eine langjährige Erfahrung mit berufsspezifischen Belastungssyndromen vorzuweisen, entsprechende Erkrankungen können jetzt noch besser behandelt werden. Beängstigend ist allein die Tatsache, dass bereits jetzt Wartezeiten von bis zu fünf Monaten bestehen – ein Indiz dafür, wie sehr der Ausbau erforderlich war.

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