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DAK veröffentlicht Gesundheitsreport 2011

Wie jedes Jahr im Herbst veröffentlichte die Deutsche Angestellten Krankenkasse auch in diesem Jahr ihren Gesundheitsreport für das Jahr 2011. Die Ergebnisse sind teilweise überraschend und geben kaum Anlass zur Freude: So hatten Erkrankungen des Verdauungssystems einen Zuwachs von über 23 Prozent zu verzeichnen, und auch das Herzinfarktrisiko ist gestiegen.

DAK veröffentlicht Gesundheitsreport 2011

DAK veröffentlicht Gesundheitsreport 2011

Schenkt man der Studie Glauben, stieg die Zahl der Ausfalltage im Jahr 2011 deutlich an, wobei die Ursache der Krankschreibung unerheblich war. Mit fast 23 Prozent war bei Erkrankungen des Verdauungssystems der deutlichste Zuwachs zu verzeichnen. Psychische Erkrankungen kamen auf einen Anstieg von 19 Prozent, dafür war die längere Dauer der Erkrankung mit rund 30 Tagen pro Patient verantwortlich. Auch Atemwegserkrankungen sind auf dem Vormarsch und führten zu häufigeren Arbeitsausfällen als im letzten Jahr. Arbeitsunfälle waren dagegen in weniger Fällen die Ursache für einen Ausfall.

So kommentiert dann auch die DAK die Ergebnisse dahin gehend, dass die Höhe des Krankenstandes einen deutlichen Handlungsbedarf aufweist. Offenbar ist einer gesunden Ernährung im Alltag weitaus mehr Gewicht einzuräumen als sie bisher hatte. So muss eine Einheit aus Ernährung, Entspannung und Bewegung dafür sorgen, dass Beschäftigte ihre Krankheitstage reduzieren können. Auch dem Gesundheitsmanagement der Arbeitgeber kommt vor diesem Hintergrund ein größeres Gewicht zu, denn aktuelle Studien belegen, dass Rücken- und Anti-Stress-Kurse durchaus gezielt einer Erkrankung vorbeugen können.

Eine besondere Bedeutung hat nach der Studie das Thema Herzinfarkt. So konnte sie nachweisen, dass Risikofaktoren nicht mehr ausschließlich im Rauchen, im Übergewicht oder im Bluthochdruck zu finden sind. Vielmehr führen auch Stress und Frust im Beruf zu einem höheren Infarkt-Risiko, so dass sich der Herzinfarkt von der Managerkrankheit zum allgemeinen Risikofaktor für jeden Menschen entwickelt.

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