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PZR: Nutzen oder Schaden für die Zahngesundheit?

Bisher wurde sie beim regelmäßigen Zahnarztbesuch als Mittel der Wahl propagiert, um die Zähne und das Zahnfleisch langfristig gesund und schön zu erhalten: Die Professionelle Zahnreinigung sollte zweimal pro Jahr durchgeführt werden. Steht eine kieferorthopädische Behandlung auf dem Plan, können sogar noch geringere zeitliche Abstände angeraten sein. Doch jetzt belegen Studien, dass die Zahnreinigung bei einem Zahnarzt keinen eindeutigen medizinischen Nutzen hat.

Für Kassenpatienten ist die Professionelle Zahnreinigung eine teure Angelegenheit, denn die gesetzlichen Kassen bezahlen diese Leistung nicht. Tatsächlich sehen Gesundheitsexperten es nicht als erwiesen an, dass die Reinigung vom Profi einen tatsächlichen Nutzen erzielt. Bisher konnte keine einschlägige Studie beweisen, dass die orale Gesundheit durch die regelmäßige Zahnreinigung beim Arzt signifikant zunimmt. Dabei sind die Kosten für diese Leistung nicht einmal unerheblich, liegen sie doch zwischen 60 Euro und 120 Euro, die Reinigung sollte außerdem alle sechs Monate durchgeführt werden. Die gesetzlichen Kassen kommen allerdings nur für die Entfernung von Zahnstein auf.

Obwohl die Durchführung einer professionellen Reinigung bei unzähligen Arztbesuchen empfohlen wird, wurde bislang nur in einer Studie belegt, welche Ergebnisse eine PZR tatsächlich bringt, argumentiert der Medizinische Dienst des Bundes der Krankenkassen. Gerade diese Studie belegt auch, dass die regelmäßige Reinigung der Zähne absolut ausreicht, um die Zähne und das Zahnfleisch dauerhaft in Ordnung zu halten. Nur dadurch lassen sich Zahnfleischentzündungen minimieren. Ein tatsächlicher Effekt der PZR konnte demnach nicht untersucht oder nachgewiesen werden. So zeigen Patienten, die regelmäßig eine Zahnreinigung vom Profi durchführen ließen, keine deutlich besseren Ergebnisse.

PZR – Warum Ärzte davor warnen

Der dänische Arzt und Bestsellerautor Dr. Lars Hendrickson warnt indes sogar vor der „Mogelpackung PZR“: „Eine professionelle Zahnreinigung ist eine Mogelpackung! Denn zum einen schütze diese Behandlung weder vor Karies noch vor Parodontitis, denn Munderkrankungen könnten nur gestoppt werden, wenn dauerhaft gegen die krankheitsverursachenden Bakterien vorgegangen wird. „Zum anderen helfen weder PZR noch das tägliche Zähneputzen tatsächlich, sonst würden nicht 95 Prozent der Deutschen an Zahnerkankungen leiden“, konstatiert er gegenüber Medical Observer.

Umstrittene Zahnreinigung: Ärzte warnen vor PZR

Umstrittene Zahnreinigung: Ärzte warnen vor PZR

Der Autor des Buches „Zahnarztlügen – Wie Sie Ihr Zahnarzt krank behandelt“ betont zudem, dass durch die bei der PZR zum Einsatz kommenden Schleifmittel die Zahnhartsubstanz dauerhaft und irreparabel geschädigt wird. „Die Zähne werden dadurch langfristig erst recht für Karies anfällig“. In seinem Buch „Zahnarztlügen“ rechnet der Mediziner Hendrickson mit seinen Kollegen gnadenlos ab und zeigt, warum gesunde Zähne und regelmäßige Zahnarztbesuche im krassen Gegensatz stehen. „Es ist eine ganz einfache Rechnung“, verdeutlicht Dr. Lars Hendrickon: „Wenn ein Zahnarzt seine Patienten heilen wollen würde und die Krankheiten Karies und Parodontitis wirklich effektiv bekämpfen würde, wäre er morgen pleite. Die heutige Zahnmedizin sei demnach ein perverses Geschäft auf Kosten der Zahngesundheit der Patienten.

In seinen Büchern zeigt Hendrickson, wie Patienten mit schulmedizinischen, schmerzfreien und kostengünstigen Alternativen dauerhaft Zahngesund werden – ohne Zahnarztbesuch natürlich.

Buchtipp: „Zahnarztlügen – Wie Sie Ihr Zahnarzt krank behandelt“
von Dr. Lars Hendrickson und Dorothea Brandt

Kommentare

  1. Wahnsinn …. Patienten zu sagen eine PZR wäre sinnlos.Also lassen wir Zahnstein und Co freien Lauf ….. haben wir Zahntechniker mehr Arbeit.

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