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Barmer GEK zahlt Vitaminpräparate bei Dialyse

Unbürokratische Hilfe, wenn sie dringend erforderlich ist und wenn es einmal besonders schnell gehen muss: Das ist die neueste und wegweisende Versprechung der Barmer GEK. Sie wird zukünftig alternative Vitaminpräparate bei Dialysepatienten bezahlen, weil diese aufgrund eines Lieferengpasses bis Ende 2013 nicht ausreichend mit dem für sie so wichtigen Medikament Dreisavit versorgt werden können. Für die Versorgung der körpereigenen Funktionen mit wasserlöslichen Vitaminen, Mineralstoffen und Medikamenten ist dieses Arzneimittel dringend erforderlich.

Barmer GEK übernimmt Kosten für Vitaminpräparate

Barmer GEK übernimmt Kosten für Vitaminpräparate

Dialysepatienten verlieren bei jeder Blutwäsche lebenswichtige wasserlösliche Medikamente, die zur Erhaltung der Grundfunktionen erforderlich sind. Alternativpräparate sind rein formal betrachtet keine Arzneimittel und dürften deshalb von den gesetzlichen Krankenkassen nach der geltenden Rechtsprechung nicht erstattet werden. Zu dieser Kategorie zählen unter anderem diätetische Lebensmittel wie Renavit, Carenal oder Virarenal.

Aufgrund des Lieferengpasses bei dem Medikament Dreisavit sagte die Barmer GEK nun zu, auch diese alternativen Medikamente zu erstatten, obwohl es sich nicht um Arzneimittel im engeren Sinne handel. Dazu ist lediglich die Verordnung des behandelnden Arztes auf dem rosa Kassenrezept erforderlich, der Patient zahlt nur die gesetzlich festgelegte Zuzahlung. Sind Patienten von der Zuzahlung befreit, entfällt sie auch bei einem verschriebenen Alternativpräparat. Bei einer Privatverordnung kann die volle Höhe des Kaufpreises erstattet werden, in Abzug gebracht wird dann nur die gesetzliche Zuzahlung.

Für die betroffenen Patienten dürfte das eine große Erleichterung bringen. Gleichzeitig zeigt die Barmer GEK einmal mehr, dass unbürokratische Hilfe für schwerkranke Patienten ohne großen Aufwand möglich ist, wenn sie erforderlich ist, um Leben zu retten. Das Beispiel der Kasse darf durchaus als wegweisend bezeichnet werden und ist letztlich ein positives Signal für andere gesetzliche Kassen, die sich daran ein Beispiel nehmen können.

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