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Reanimation: Wissen im Notfall fehlt

5000 Menschen sterben jährlich in Deutschland, weil viele nicht wissen, wie man reanimiert. Ärzte wollen auf das Problem aufmerksam machen und starteten daher eine „Woche der Wiederbelebung“.

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Mit Herzdruckmassage die Zeit überbrücken, bis der Notarzt eintrifft. Foto: pixelio

Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen. Obwohl jeder helfen könnte, tun es die wenigsten. In Deutschland ist die Helferquote beim Herzstillstand im internationalen Vergleich sehr gering: Nur in 17  Prozent der Fälle werden einfache, aber lebensrettende Maßnahmen ergriffen. In Schweden und Norwegen liegt die Quote hingegen bei 60 Prozent.

„Mit der Erhöhung der Wiederbelebungsrate durch Laienhelfer könnten in Deutschland jährlich ca. 5.000 Menschenleben gerettet werden“, so Christian Werner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V.

Aus diesem Grund haben Intensivmediziner die „Woche der Wiederbelebung“ unter Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums gestartet mit dem Ziel, Wissen und Fähigkeiten der Reanimation im Notfall in der Bevölkerung zu verbreiten. Ärzte fordern dabei teilweise Reanimationskurse in Schulen.

„Prüfen. Rufen. Drücken!“ lautet die Devise: Man sollte daher im Notfall prüfen, ob die Person noch atmet sowie unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 den Rettungsdienst rufen. Fest und mindestens 100 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft. Weitere Informationen zur Reanimation: www.einlebenretten.de

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