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Kein Zusatzbetrag bei neuer Krankenkasse DAK-Gesundheit

Es geht auch günstiger: Deutschlands drittgrößte Krankenkasse senkt den Beitrag für ihre Mitglieder um 96 Euro jährlich. Möglich wird die Beitragssenkung dadurch, dass die DAK-Gesundheit ab April 2012 auf die Erhebung des Zusatzbeitrags verzichtet.

Kein Zusatzbetrag bei neuer Krankenkasse DAK-Gesundheit

Kein Zusatzbetrag bei neuer Krankenkasse DAK-Gesundheit. DAK-Pressefoto

Diese frohe und für die Gesundheitsbranche eher untypische Kunde teilten DAK-Chef Herbert Rebscher und Thomas Bodmer, Vorstand der BKK-Gesundheit, am Dienstag in Hamburg mit. Der Zusammenschluss der BKK Gesundheit und der der DAK zum 1. Januar machen die Abschaffung des Zusatzbeitrags möglich. Schlankere und effizientere Strukturen sowie eine gute finanzielle Ausstattung des Gesundheitsfonds bringen wirtschaftliche Vorteile mit sich. Von der Bündelung des Vertragsmanagements und der Versorgungsangebote sollen auch die Versicherten profitieren.

Als drittgrößte Krankenkasse wird die DAK-Gesundheit bei einem Haushalt von 20 Milliarden Euro rund 5,1 Millionen Mitglieder und etwa 6,6 Millionen Versicherte haben. Die 850 Kundenzentren der fusionierten Kasse mit Sitz in Hamburg sollen erhalten bleiben. Für Versicherte entsteht kein zusätzlicher Aufwand durch den Zusammenschluss.  Nachdem die DAK und die BKK Gesundheit als erste gesetzliche Versicherungen seit Anfang des vergangenen Jahres Zusatzbeiträge von monatlich acht Euro erhoben hatten, sank die Mitgliederzahl deutlich. Rund zehn Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen müssen derzeit Zusatzbeiträge entrichten. Fällig werden diese Beiträge, wenn die finanziellen Mittel aus dem Gesundheitsfonds nicht reichen. Krankenkassen dürfen seit Januar 2011 Zusatzbeiträge in beliebiger Höhe verlangen. Allerdings haben Mitglieder die Möglichkeit, ihre Krankenkasse in diesem Fall zu wechseln – ein Recht, von dem etliche Versicherte Gebrauch gemacht haben.

Derzeit profitieren alle Krankenkassen von der guten Arbeitsmarktlage, weswegen 2011 mit deutlichen Mehreinnahmen zu rechnen ist. Insgesamt werden Beitragseinnahmen in Höhe von 183,4 Milliarden Euro erwartet. Hinzu kommen die Zuweisungen aus den Gesundheitsfonds mit insgesamt knapp 179 Milliarden Euro.
(ms)

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