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Zweite gesetzliche Krankenkasse musste aufgeben

Wirtschaftliche Probleme führten nun auch bei der BKK für Heilberufe zuKonsequenzen: Zum Jahresende wird die Krankenkasse geschlossen. Wie dasBundesversicherungsamt (BVA) in Bonn mitteilte, leidet die Kasse unter sinkenden Mitgliederzahlen und massiven wirtschaftlichen Problemen. Auch in die Wege geleitete Sanierungsmaßnahmen blieben erfolglos.

Zweite gesetzliche Krankenkasse musste aufgeben

Zweite gesetzliche Krankenkasse musste aufgeben

Nach der Einführung des Gesundheitsfonds muss damit nun die zweite Krankenkasse aufgeben. Die BKK für Heilberufe hatte schon seit einiger Zeit mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, die auch nicht durch die Erhebung von Zusatzbeiträgen in den Griff zu bekommen waren. Als erste Krankenkasse hatte im Sommer bereits die City BKK geschlossen. Viele Versicherte der City BKK waren in der Folge von anderen Kassen abgewiesen worden. Dabei hatte es sich zum größten Teil um ältere und kranke Personen gehandelt, die als „teuer“ eingestuft worden waren.

Gesundheitsminister Daniel Bahr warnt die Krankenkassen vor dem Hintergrund der aktuellen Schließung davor, diesen Fehler zu wiederholen, der das Image der Kassen stark beschädigt habe. Krankenkassen dürfen Patienten nicht trickreich abwimmeln. Ab 2012 kann solches Verhalten für die Krankenkassen teuer werden: Es drohen Geldstrafen bis zu 50.000 Euro. Die BKK für Heilberufe hat ihre Mitglieder in einem Schreiben über die Schließung informiert. Dem Brief liegt eine Liste mit allen wählbaren Krankenkassen in Deutschland bei. BVA-Präsident Gaßner empfiehlt den Betroffenen, die Entscheidung für eine neue Krankenkasse nicht auf die lange Bank zu schieben und sich möglichst noch vor Ablauf der Schließungsfrist zu entscheiden.

Wie realistisch die Einschätzung von Doris Pfeiffer, Chefin des GKV-Spitzenverbandes, ist, bleibt abzuwarten. Sie geht davon aus, dass die „Versicherten der BKK für Heilberufe von allen Krankenkassen mit offenen Armen aufgenommen werden.“
(ms)

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