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Milliarden-Überschüsse sollen nicht an Versicherte zurückfließen

Die großen deutschen Krankenkassen wollen ihren Mitgliedern nichts von ihren Überschüssen in dreistelliger Millionenhöhe zurückzahlen.

Milliarden-Überschüsse sollen nicht an Versicherte zurückfließen

Der Sprecher der größten Kasse Barmer GEK, Athanasios Drougias, sagte der Nachrichtenagentur dpa: «Wir möchten unseren Versicherten kein Beitrags-Zickzack zumuten.» Die Barmer GEK erwartet einen Überschuss von 300 Millionen Euro 2011. Auch die AOK signalisierte, kein Beitrags-Jojo veranstalten zu wollen. Die gesetzlichen Kassen hatten zuletzt 3,9 Milliarden Euro Überschüsse verzeichnet.

«Wir setzen auf langfristige Stabilität», machte die Techniker Krankenkasse detulich. Der Sprecher der DAK-Gesundheit, Frank Meiners, sagte der dpa: «Die DAK-Gesundheit hat 2011 über 350 Millionen Euro Überschuss erzielt. Deshalb entfällt ab April der Zusatzbeitrag.»

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hatte die Krankenkassen zu Rückerstattungen von Beiträgen an die gesetzlichen Versicherten aufgefordert. Denn aufgrund der wirtschaftlichen Lage konnten jene Milliarden-Überschüsse erzielen. “Wenn wirklich alle Kassen, die es sich leisten können, etwas an ihre Mitglieder zurückzahlen, dann könnten davon einige Millionen gesetzlich Versicherte profitieren”, sagte Bahr der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post” (Samstagausgabe).

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