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Krankenkassen drohen 2014 wieder Milliardendefizite

Noch schwimmen die gesetzlichen Krankenversicherer im Geld. Doch schon in zwei Jahren soll es den Krankenkassen wieder schlechter gehen und es drohen sogar wieder Zusatzbeiträge. Wie Spiegel Online berichtet, werden die Überschüsse bereits im nächsten Jahr um rund die Hälfte schrumpfen. 

Satte 8,6 Milliarden Euro: So hoch sind die Reserven der gesetzlichen Krankenversicherung zurzeit. Doch das satte Polster soll nicht lange reichen. Bereits im kommenden Jahr sollen die Krankenkassen-Überschüsse nämlich um die Hälfte schrumpfen – und  2014 soll es sogar ein Defizit von mehr als neun Milliarden Euro geben. Das zeigen Berechnungen der Unternehmensberatung McKinsey. In Zukunt müssen Versicherte daher wohl wieder mit Zusatzbeiträgen rechnen.

Überlegungen aus Kreisen des Finanzministeriums, die Rücklagen für den notwendigen Sozialausgleich bei Zusatzbeiträgen zu schleifen, erteilte Jürgen Graalmann eine entschiedene Absage. Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes erklärte: Derartige Planspiele seien nicht zu Ende gedacht, das zeigen von der Unternehmensberatung McKinsey vorgelegten Berechnungen über die Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenkassen.

Graalmann betonte, dass die AOK solide wirtschafte und derzeit bis 2013 Zusatzbeiträge ausschließen könne. Rund 180 Millionen Euro täglich wende die AOK für die medizinische Versorgung ihrer über 24 Millionen Versicherten auf. Zur Sicherstellung dieser Leistungen seien auch Rücklagen notwendig. Graalmann: „Das ist solide. Und damit spielen wir kein Prämienjojo, sondern sichern die gute medizinische Versorgung unserer Versicherten.“

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