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WHO-Welthepatitistag 2011: Eine Frage mehr für die Leber

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den „Welt-Hepatitis-Tag“ im vergangenen Jahr zu einem von neun WHO-Gesundheitstagen erklärt, der jährlich am 28. Juli stattfindet. Damit haben Hepatitis B und C als globale Gesundheitsprobleme einen ähnlichen Stellenwert wie HIV/AIDS, Kinderlähmung oder Malaria. Zentrales Thema des Welthepatitis-Tages 2011 ist die Früherkennung: durch eine frühe Diagnose und Therapie können Hepatitis-Spätfolgen, die weltweit zu den häufigsten Todesursachen zählen, verhindert werden.
Um Aufklärung und Früherkennung voranzutreiben, hat die Deutsche Leberhilfe e.V. die Aktion „Eine Frage mehr“ ins Leben gerufen. Diese Aktion wendet sich gezielt an Ärzte und fordert sie auf, Patienten „eine Frage mehr“ zu stellen – nämlich die nach den Leberwerten. Die weniger als ein Euro betragenden Kosten für einen Lebertest werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Deshalb können Ärzte mit der Frage „Wollen wir Ihre Leberwerte mit überprüfen?“ einen wichtigen Beitrag zum rechtzeitigen Erkennen einer Hepatitis leisten.
Für die Aktion „Eine Frage mehr“ erhält die Deutsche Leberhilfe e.V. prominente Unterstützung: Die aus TV-Serien bekannten Schauspieler Kathrin Waligura, Hans Sigl und Ulrich Reinthaller sowie der deutsche Leichtathlet und Mediziner Prof. Dr. Thomas Wessinghage unterstützen die Kampagne der Deutschen Leberhilfe.
„Wenn wir es schaffen, den Allgemeinmedizinern in Deutschland deutlich zu machen, dass sie mit einer Frage mehr maßgeblich zur Früherkennung von Lebererkrankungen beitragen können und damit die Heilungschancen ihrer Patienten verbessern, ist das ein gewaltiger Schritt für die Hepatitis-Bekämpfung in Deutschland“, so Achim Kautz.
Auch für die Deutsche Leberstiftung hat dieser Weltgesundheitstag eine große Bedeutung: „Es ist ein wichtiges Signal, dass diese Erkrankung nun zu den WHO-Gesundheitstagen gehört“, sagt Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Dadurch seien viele Institutionen besser in der Lage, Aufklärung, Prävention, Diagnose und Behandlung von Hepatitis B und C öffentlichkeitswirksam voranzutreiben.

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