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Blutsaugern gezielt an den Kragen gehen

Unter den Insekten im Geflügelstall stellt die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) die größte Gefahr dar. Die Hühnermilbe ist eine der wirtschaftlich bedeutendsten Ektoparasiten in der Geflügelhaltung. Sie kann eine große Anzahl von Krankheiten auf Tiere übertragen, beispielsweise Salmonellen. Deshalb sollte diese Gefahrenquelle konsequent bekämpft werden.

Um die Tiergesundheit und die Leistungen hoch zu halten, ist es sehr wichtig, die Rote Vogelmilbe zu bekämpfen. In den vergangenen Jahren hat sich die Milbenbekämpfung jedoch als großes Problem dargestellt. Sehr viele Wirkstoffe für den Einsatz gegen Milben (z.B. Chlorpyriphos) sind aufgrund der Biozidverordnung nicht mehr zulässig und gegen viele übrig gebliebene akarizide Wirkstoffe haben die Schädlinge Resistenzen entwickelt.

Als eine sehr gute Alternative zur Bekämpfung der Milben haben sich natürliche und synthetische amorphe Kieselsäuren etabliert. Synthetische Kieselsäuren weisen überwiegend einen sehr hohen Siliziumdioxidgehalt von über 80 Prozent auf.

Die Wirkung der amorphen Silikatprodukte beruht auf einem physikalischen Wirkmechanismus: Die Wachsschicht der Insekten wird beschädigt. In der Folge tritt ein Wasserverlust auf und die Milben trocknen aus. Vorteile von Kieselsäuren: Es sind keine Resistenzen aufgrund der physikalischen Wirkung zu erwarten und bei sachgemäßer Anwendung ist auch ein Einsatz in belegten Ställen möglich.

Herkömmliche pulverförmige Silikatprodukte konnten in der Vergangenheit nicht mit Wasser ausgebracht werden, da die Wirksamkeit des amorphen Pulvers zerstört wird. Eine Lösung für dieses Problem bringen die neuen Produkte zur nachhaltigen Milbenbekämpfung aus dem Desintec-Programm. Desintec M-Ex Fluid und Desintec M-Ex Profi 80 sind mit Wasser mischbar und mit herkömmlicher Sprühtechnik (z.B. Weißelspritzen) auszubringen.

Nach Abtrocknen verbleibt bei beiden Produkten eine weiße, gut haftende Schicht aus amorphen Siliciumdioxidpartikeln. Idealerweise sollten die Produkte in der Serviceperiode nach den Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen zur Anwendung kommen. Erfahrungen aus der Praxis zeigen bei fachgerechter Ausbringung aufgrund der vorhandenen Depotwirkung eine Wirksamkeit von bis zu zwölf Monaten.

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