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Ratgeber: Pfeiffersches Drüsenfieber

Pfeiffersches Drüsenfieber

Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht, das Mitte der 1960er Jahre entdeckt wurde. In jedem Alter kann es zu einer Infektion kommen. Infizieren sich Säuglinge oder Kleinkinder mit dem Virus, verläuft die Infektion völlig unbemerkt. Kommt es im Jugend- oder Erwachsenenalter zu einer Infektion, werden die Beschwerden stärker. Es kommt zum Pfeifferschen Drüsenfieber, das auch als Infektiöse Mononukleose, Studentenkrankheit oder Kissing Desease bezeichnet wird.

Übertragungsmöglichkeiten
Das Epstein-Barr-Virus wird durch den Speichel beim Küssen oder durch Geschlechtsverkehr übertragen. Bei Kleinkindern kann es durch Kontakt mit anderen Kindern und die gemeinsame Nutzung von Spielzeug, das mit Speichel in Berührung gekommen ist, übertragen werden. Kam es zu einer Infektion, verbleibt das Epstein-Barr-Virus ein Leben lang im Körper und nimmt einen Schlummerzustand an, aus dem es jederzeit reaktiviert werden kann. Die Reaktivierung verläuft unbemerkt, doch werden neue Viren gebildet, die mit dem Speichel übertragen werden können. Aufgrund der einfachen Übertragung macht fast jeder Mensch im Laufe des Lebens einmal diese Infektion durch.

Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers

Zusammen mit anderen Faktoren, die noch nicht genau bekannt sind, kann das Epstein-Barr-Virus verschiedene schwerwiegende Erkrankungen, beispielsweise Tumorerkrankungen, auslösen. Das Pfeiffersche Drüsenfieber äußert sich bei auffälligem Befund mit Fieber, Halsschmerzen und Schwellung der Lymphknoten, besonders im Halsbereich. Diese Symptome können mehrere Wochen andauern. Es kann zu Müdigkeit und Schwäche kommen, die sich über mehrere Monate erstrecken. Schwerwiegende Komplikationen können Vergrößerungen von Milz und Leber, Lungenentzündung oder Erkrankungen des Nervensystems kommen.

Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch Blutuntersuchungen. Da die Symptome auch durch andere Erreger verursacht werden können, ist zu bestimmen, ob diese Erreger im Blut vorhanden sind.

Behandlung
Die Ursache der Erkrankung kann nicht behandelt werden, doch ist eine Behandlung der Symptome möglich. Antibiotika dürfen nicht gegeben werden, denn sie bekämpfen das Virus nicht und führen zu Komplikationen, z.B. Hautausschlägen.

Vorbeugung
Eine Impfung gegen das Pfeiffersche Drüsenfieber ist nicht möglich. Die Übertragung des Virus ist unvermeidlich. Da die Infektion im Kleinkindalter keine Beschwerden verursacht, ist es sogar gut, dass bereits Kleinkinder diese Infektion erleiden. So kann es im späteren Alter nicht mehr zu Beschwerden kommen.

Wissenswertes zur Erkrankung
Bei Symptomen kann der Hausarzt feststellen, ob es sich um das Drüsenfieber handelt. Die Infektion mit dem Virus ist ein Normalbefund. Fühlen sich die Betroffenen wohl, spricht nichts gegen einen Schulbesuch oder den Gang zur Arbeit. Während der Infektion darf kein Blut gespendet werden, doch danach ist eine Blutspende problemlos möglich. Infizieren sich Schwangere, führt das nicht zu Komplikationen beim Kind. weiterlesen …

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