Home / Forschung / Studie: Wer sich gesund fühlt, lebt lange

Studie: Wer sich gesund fühlt, lebt lange

Wer sich gesund fühlt, der hat eine offenbar eine hohe Lebenserwartung. Offenbar hängt ein bestimmter Optimisums damit zusammen. Denn das Sterberisiko nimmt nimmt bei jenen Menschen zu, die ihre eigene Gesundheit pessimistisch bewerten. Forscher der Universität Zürich haben das in einer aktuellen Studie entdeckt.

Studie: Optimisten leben länger. Foto: Flickr/CC Dough

„Wie fühlen Sie sich im Allgemeinen“? Wer auf diese Frage der Schweizer Forscher mit „sehr gut“ geantwortet hat, der hat eine höhere Lebenserwartung als die restlichen Teilnehmer der Untersuchung, die diese Frage mit nur „gut“ beantwortet haben. In der Langzeitstudie haben die Wissenschaftler 8200 Probanden in den letzten 30 Jahren unter die Lupe genommen. Dadurch zeigte sich: Männer, die ihre Gesundheit als „sehr schlecht“ einschätzen, haben ein dreimal höheres Streberisiko als gleichaltrige Männer mit der eigenen Einschätzung „sehr gut“.

Wer sich gesund fühlt, wird älter

Das besondere an der Studie: Auch Risikofaktoren wie Rauchen, chronische Krankheiten und Blutdruck konnten den Zusammenhang zwischen selbsteingeschätzter Gesundheit und Sterberisiko nur geringfügig abschwächen. Das eigene Wohlbefinden scheint demnach eine zentrale Rolle zu spielen: „Raucher leben länger, wenn sie Optimisten sind“, erklärt etwa Studienleiter Matthias Bopp. „Optimismus heißt, dass man Ressourcen zur Verfügung hat, die einem dabei helfen, alt zu werden.“ Daszu zählen etwa eine gewisse Stresstoleranz, ein stabiles familiäres Umfeld und grundsätzlich ein sehr sonniges Gemüt sein. Dieser Optimisums wirke laut Bopp wie ein „Langlebigkeits-Gen“.

Den Forschern zufolge ist es dabei nicht so, dass pessimistische Personen nur deshalb früher sterben, weil sie weniger auf ihre Gesundheit achten oder bereits krank sind und dadurch eine negative Lebenseinstellung entwickelt haben.

Sich gesund fühlen und gesund sein

„Gute Ärzte sollten nicht nur nach Risikofaktoren oder Krankheiten suchen, sondern auch prüfen, welche Gesundheitsressourcen ihre Patienten haben“, fordert Bopp. „Diese Ressourcen kann man nicht im Labor messen, sondern nur erfragen.“ Das eigene Gesundheitsgefühl sei demnach von enormer Wichtigkeit. „Männer die auf die Frage wie sie sich fühlen mit „ich weiß nicht antworten“ haben ein hohes Sterberisiko. Es ist sogar fast so hoch wie das der Männer, die mit „sehr schlecht“ antworten“, sagt Bopp. Dem Forscher zufolge liegt das auch daran, dass Männer oft spüren, dass etwas nicht in Ordnung ist, es aber nicht warhhaben wollen.

3 Kommentare

  1. Für den Optimisten ist wohl nicht nur das Glas halb voll, sondern das Leben mit 60 auch gerade mal in der Halbzeit 😉

  2. Es wäre schön, wenn auch einmal Links zu den Quellen oder ein Download solcher Studien veröffentlicht würde!

Scroll To Top