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Blutfettwerte: Austernpilze können Cholesterinspiegel senken

Viele Bundesbürger leiden an erhöhten Cholesterinwerten und achten deshalb auf eine gesunde, möglichst fettfreie Ernährung. Patienten die zu erhöhten Blutfettwerten neigen, sollten künftig häufiger Austernpilze auf dem Speiseplan haben. Dies hat eine aktuelle Studie des Instituts für Lebensmittelwissenschaft und Humanernährung der Leibniz Universität hat ergeben, dass der regelmäßige Verzehr von Austernpilzen den Blutfettspiegel positiv beeinflussen kann.

Mit Austernpilze gegen hohe Blutfettwerte

Mit Austernpilze gegen hohe Blutfettwerte

In der Untersuchung unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Hahn und Dr. Inga Schneider von der Universität Hannover, konnte erstmals die Wirkung von Inhaltsstoffen der Austernpilze auf das Lipidprofil beim Menschen untersucht.  Drei Wochen lang stellten 20 Studierende mit leicht erhöhtem Cholesterinspiegel ihre Ernährung in den Dienst der Wissenschaft. Eine Gruppe löffelte täglich 600 ml Suppe aus getrockneten Austernpilzen, die Kontrollgruppe aß die gleiche Menge Tomatensuppe.

Bei den Studienteilnehmern, die die Austernpilz-Suppe aßen, ergab sich eine signifikante Senkung der Triglyceride im Blut im Vergleich zur Kontrollgruppe. Hohe Triglycerid-Werte gelten als Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall oder können zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis) führen. Außerdem wurde während der drei Wochen bei der Gruppe, die Pilzsuppe zu sich nahm, eine wesentliche Senkung von oxidiertem LDL-Cholesterin (Low-Density-Lipoprotein) sowie der Gesamtcholesterin-Konzentration im Blut gemessen. Auch ein leichter Abfall der LDL-Cholesterin-Spiegel wurde nachgewiesen. LDL (Low-Density-Lipoprotein) wird im Gegensatz zum HDL (High-Density-Lipoprotein) als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet. LDL wird maßgeblich für die Entwicklung einer Gefäßverkalkung (Ateriosklerose) verantwortlich gemacht.

Mit Austerpilze gegen erhöhten Cholesterienspiegel

„In Austernpilzen ist eine Substanz enthalten, die die Cholesterinsynthese hemmen kann. Außerdem enthalten sie relativ viele Ballaststoffe, die durch die Bindung von Gallensäuren im Darm, die zu 80 Prozent aus Cholesterin bestehen, zur Ausscheidung von Cholesterin beitragen“, erklärt Dr. Inga Schneider. „Damit kann der regelmäßige Verzehr von Austernpilzen zur Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen beitragen.“

Das Verbundprojekt endet im Dezember 2011. Das Ergebnis konnte nun erstmals am Menschen nachgewiesen werden. Bislang  war die positive Wirkung von Austernpilzen lediglich bei Tierstudien nachgewiesen worden. „Nach wie vor können wir aber nur Vermutungen anstellen“, sagt Dr. Schneider. „Die genaue Wirkung ist noch nicht erforscht, deshalb würden wir unsere Untersuchungen gerne weiterführen und mit einem Extrakt aus dem Austernpilz arbeiten.“

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