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Migräne ist häufig Ursache von Kopf- und Nackenschmerzen

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) weist darauf hin, dass bei regelmäßigem und gleichzeitigem Auftreten von starken Kopf- und Nackenschmerzen oft ein unerkanntes Migräneleiden vorliegt.

70 Prozent der Migränepatienten leiden an Nackenschmerzen

70 Prozent der Migränepatienten leiden an Nackenschmerzen

In einer aktuellen Mitteilung beruft sich die DMKG auf eine amerikanische Studie. Im Verlauf der Untersuchung wurde festgestellt, dass 50 Prozent aller untersuchten Migränepatienten während ihrer Migräneattacken an Übelkeit litten. Ein noch häufigeres Begleitsymptom waren jedoch Nackenschmerzen, die sogar bei rund 70 Prozent der Betroffenen auftraten.

Migräne lässt sich durch eine ausführliche Anamnese sowie weitere neurologische Untersuchungen diagnostizieren. Wird bei Patienten ein Zusammenhang zwischen heftigen Kopf- und Nackenschmerzen nachgewiesen, ist davon auszugehen, dass die Migräne nicht nur die quälenden Kopfschmerzen, sondern auch die Schmerzen im Nackenbereich auslöst. Endlose diagnostische Verfahren und teure apparative Untersuchungen sind in diesen Fällen in der Regel nicht notwendig. So sind weder weitere Röntgenuntersuchungen noch kostenintensive Kernspintomografien der Halswirbelsäule erforderlich, wenn feststeht, dass eine Migräne die Nackenschmerzen verursacht.

Migräne führt häufig zu Nackenschmerzen

 

Um die Nackenschmerzen wirksam zu lindern, stehen unterschiedliche Akut-Therapien zur Verfügung. Bei sehr häufig auftretenden Attacken – pro Monat mehr als drei Episoden – ist auch eine medikamentöse Prophylaxe angezeigt. Zudem wurde nachgewiesen, dass regelmäßiger Ausdauersport wie beispielsweise Laufen oder Radfahren sowohl die Häufigkeit der Migräneanfälle als auch die Intensität der Schmerzen günstig beeinflussen kann.

Wenn jedoch bei – insbesondere älteren – Patienten kein zeitlicher Zusammenhang zwischen Nackenschmerzen und Migräneattacken besteht, sollte unbedingt fachärztlicher Rat eingeholt werden, um auszuschließen, dass sich hinter den Beschwerden Erkrankungen der Halswirbelsäule oder ein unerkannter Schlaganfall verbergen.

(ms)

 

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