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Wirkung von Kaffee oft anders als erwartet

Kaffee gilt als der ultimative Muntermacher. Nach dem Motto „Viel hilft viel“ setzen Kaffeetrinker häufig auf große Mengen des koffeinhaltigen Getränks, um Müdigkeit oder den sogenannten „Toten Punkt“ zu überwinden. Wie neue Studien jedoch zeigen, kann Kaffee das Gegenteil bewirken und eher die Müdigkeit verstärken. In Kombination mit Alkohol senkt Koffein das Reaktionsvermögen in gefährlichem Maße.

Wirkung von Kaffee oft anders als erwartet

Wirkung von Kaffee oft anders als erwartet.

Forscher der Northern Kentucky University haben herausgefunden, dass Koffein die Verkehrstauglichkeit einschränken kann. Die Probanden tranken entweder ein Placebo-Heißgetränk oder echten koffeinhaltigen Kaffee, bevor ihre Reaktionszeiten getestet wurden. Je geringer der Kaffeekonsum, desto schneller reagierten die Probanden. Daraus lässt sich schließen, dass eine hohe Koffeinzufuhr nicht zum gewünschten Plus an Konzentration und Frische führt. Wenn Alkohol und Koffein aufeinandertreffen, wird es sogar riskant. Die Eigenwahrnehmung der Probanden wich signifikant von den Messwerten ab.

Während die Testpersonen angaben, sich frisch, wach und munter zu fühlen, war das Gegenteil der Fall. Die Testresultate fielen mit enorm langsamen Reaktionen und hohen Fehlerquoten katastrophal aus. Für Autofahrer sollte es daher absolut tabu sein, einen Kater mit Koffein bekämpfen zu wollen. Zu kaum einem Nahrungsmittel liegen so viele Forschungsergebnisse vor, wie zu Kaffee, dem Lieblingsgetränk der Deutschen. In letzter Zeit deuten etliche Studien darauf hin, dass die Wirkung von Koffein stark variiert.

Nehmen Erwachsene mit einem ADS-Syndrom, der sogenannten Aufmerksamkeitsdefizitstörung größere Mengen Koffein zu sich, verstärkt das nicht etwa die Unruhe, sondern sie werden deutlich ruhiger. Auch Migränepatienten kann Kaffee helfen, in den Schlaf zu finden. Zur Erklärung für die unterschiedliche Wirkungsweise gibt es mehrere Ansätze. Ob biologisches  Homöostase-Prinzip oder kurzfristige Senkung des Blutdrucks und der Atemfrequenz – sicher ist jedenfalls, dass die Wirkung von Koffein individuell höchst verschieden ist.  (ms)

Kommentare

  1. Man lernt doch nie aus. Vom Muntermacher zur Schlaftablette. Mal sehen, wie lange es dauert, bis eine gegensätzliche Studie vorliegt, ähnlich wie bei der Thematik, dass Kaffee dem Körper übergebührlich Wasser entziehen soll. Trotzdem ein interessanter Tipp mit der Migräne, danke!

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