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Studie: Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall senken

Der Lebenswandel hat einen starken Einfluss auf das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bekommen. Rauchen, hoher Blutdruck und ein hoher Cholesterinspiegel können das Risiko um das Zehnfache steigern.

Studie: Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall senken

Studie: Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall senken

Laut Donald Lloyd hat der Lebenswandel einen starken Einfluss auf das HerzinfarktRisiko sowie auf das Risiko für einen Schlaganfall. Der Kardiologe von der Northwestern University in Chicago hat gemeinsam mit seinem Team Risikofaktoren bestimmt und ausgerechnet, wie viel höher das Risiko bei einm ungesundem Lebenswandel ist. „Viele Menschen unterschätzen ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen drastisch“, sagt Lloyd laut Zeit Online. Rauchen, Diabetes, zu hoher Blutdruck oder Cholesterinspiegel erhöhen das normale Risiko auf etwa das Zehnfache.

Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall

Wer hingegen keiner dieser Risikofaktoren hat, bei dem liegt das Risiko bei unter fünf Prozent. Diese Ergebnisse veröffentlichte das Forscherteam im Magazin New England Journal of Medicine. Ein männlicher Nichtraucher ohne Diabetes mit unauffälligem Blutdruck und guten Blutfettwerten hat ein geringes Risiko für einen Herzinfarkt sowie Schlaganfall. Zu nur 1,4 Prozent wird er erkranken. Wer sehr ungesund lebt, raucht und fett isst, der kann bis 40 Prozent im  mit einem Infarkt rechnen. Die Forscher haben dabei 18 verschiedene Studien analysiert. Sie werteten die Daten von 250.000 Männer und Frauen aus. Die Studienteilnehmer wurden mindestens 10 Jahre lang beobachtet.

Herzinfarkt-Anzeichen: Lebenswandel ändern

„Das faszinierende an unseren Ergebnissen war: Man kann sein persönliches Risiko, an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, fast abschaffen. Falls man es schafft, diese vier Faktoren zu vermeiden“, sagt Lloyd. Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören in Industrienationen zu den häufigsten Todesursachen. Alleine in Deutschland erleiden jedes Jahr eine viertel Million Menschen einen Herzinfarkt. Weltweit starben laut WHO 2008 beispielsweise 17 Millionen Menschen durch einen Herzinfarkt. Der Kardiologe aus Chicago hofft, dass mehr Menschen ihre Lebensweise verändern, wenn Ärzte ihnen ihr Langzeitrisiko nennen. Allerdings ist es dafür schon zu spät, wenn die ersten Herzinfarkt-Anzeichen auftreten. Als Frühwarnzeichen treten bei Frauen Atemnot, Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch, Brechreiz und Erbrechen häufiger auf als bei Männern.

Hintergrund-Infos: Herzinfarkt-Symptome

Die Symptome für einen Herzinfarkt sind: Heftige Schmerzen im Brustkorb. Die Schmerzen können dabei in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer oder Oberbauch ausstrahlen. Zudem spüren Betroffene ein starkes Engegefühl im Brustkorb sowie vielfach einen heftigen Druck und oft auch ein Brennen. Zudem kommt es auch zu Atemnot, Übelkeit und Brechreiz. Auch Schwächegefühl, Bewusstlosigkeit, kalter Schweiß und Blässe sind Anzeichen für einen Herzinfarkt. Wichtig ist dabei: Sofort den Rettungsdienst allamieren. Denn bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute.

Kommentare

  1. Die Schreckmonster Herzinfarkt und Schlaganfall können also doch „gebändigt“ werden. Stress und Hektik, die sich häufig auch in den Essensgewohnheiten niederschlagen, tragen sicherlich ihr übriges zur Erhöhung des Risikos bei. Danke für den informativen Artikel.

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