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Arthritis: Schmerzende Hände als Frühwarnzeichen

Bei manchen Menschen schmerzen über Wochen die Hände ohne sichtbare äußere Verletzung oder einer anderen sichtbaren Ursache. Experten raten atktuell dazu, dann sofort einen Arzt aufzusuchen. Denn schmerzende Gelenke können auf eine Arthritis hindeuten.

Schmerzende Hände als Frühwarnzeichen

Schmerzende Hände als Frühwarnzeichen. Foto: flickr/CCpetalouda62

Wenn die Gelenke schmerzen, oft in den Fingern oder Händen, und eine Morgensteifigkeit vorhanden ist, dann können das erste Symptome für eine rheumatoide Arthritis (RA) sein. Die Bundesvereinigung der Apotheker warnt daher mit solchen Symptomen rasch zum Arzt zu gehen. „Apotheker haben eine wichtige Lotsenfunktion: Sie sind oft die ersten Heilberufler, mit denen Menschen mit schmerzenden Gelenken sprechen“, sagte Dr. Ulf Müller-Ladner von der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim bei der Pharmacon, einer internationalen Fortbildungswoche der Bundesapothekerkammer.

„Viele Patienten mit Schmerzen nehmen in der Selbstmedikation rezeptfreie Schmerzmittel ein, ohne dass ein Arzt eine Diagnose gestellt hat. Apotheker sollten Patienten mit schmerzenden Händen deshalb umgehend zu einer Vorstellung beim internistischen Rheumatologen raten. Je früher eine RA diagnostiziert wird, desto besser die Behandlungschancen.“ In Deutschland sind laut Bundesapothekenkammer mehr als 500.000 Menschen von der Krankheit Arthritis betroffen. Circa drei Viertel sind beim Beginn der Erkrankung im Alter zwischen 30 und 50 Jahren.

Rheumatoide Arthritis früh therapieren

Ohne Behandlung schreitet die Krankheit weiter fort und führt so zu einer dauerhaften Zerstörung der Gelenke. Wenn Arthritis nicht behandelt wird, dann verkürzt sich die Lebenserwartung in einem ähnlichen Ausmaß wie bei Diabetes. Zwar ist die Erkrankung noch nicht heilbar. Allerdings kann mittlerweile das Fortschreiten der Krankheit durch bestimmte Therapien um einiges verlangsamt oder sogar gestoppt werden. Frühzeitig erkannt, lässt sich eine Arthritis inzwischen relativ gut durch Medikamente behandeln. Neben Schmerzmittel werden dabei oft auch direkt Arzneimittel eingesetzt, die das überaktive Immunsystem normalisieren.

Rauchen fördert Arthritis

Dass Rauchen nicht gerade gut ist für die Gesundheit, das ist allgemein bekannt. Dabei zeigte sich in den letzten Jahren auch, dass es sich auf eine Arthritis auswirken kann. Der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor ist Rauchen. Bestandteile des Zigarettenrauchs fördern Experten zufolge die Bildung von bestimmten Rheuma-Antikörpern. Zudem wirkt sich Rauchen laut einer schwedischen Studie auch auf die Arthritis-Therapie aus. Müller-Ladner: „Patienten, die gegen eine RA Arzneimittel einnehmen, profitieren unmittelbar vom Rauchstopp: Die therapeutisch notwendige Dosis der Medikamente verringert sich erheblich.“

Arthritis Symptome

Ganz am Anfang macht sich eine Rheumatoide Arthritis nicht nur durch Symptome wie Schmerzen in den Fingern bemerkbar. Auch Müdigkeit und Appetitlosigkeit treten meist auf. Zudem gibt es bei den meisten Betroffenen eine Gewichtsverlust. Erst nach und nach treten Beschwerden und Schmerzen an den Gelenken auf. Die Gelenkentzündung beginnt aber meist an den kleinen Fingergelenken von beiden Händen. Die Rheumatoide Arthritis ist dabei eine schmerzende Entzündung der Gelenke. Die Ursache dafür ist eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem beginnt damit,  gegen körpereigenes, gesundes Gewebe Antikörper zu bilden. Laut WHO sind Frauen öfter davon betroffen. Zudem tritt die Erkrankung in entwickelten Staaten häufiger auf.

httpv://www.youtube.com/watch?v=32ZueasH5_c

Kommentare

  1. Früherkennung ist wichtig. Wenn aber schon die Aussicht auf die Praxisgebühr und die immer höher werdenden Zuzahlungen etc. dafür sorgen, dass der Patient, der es eigentlich nötig hätte nicht zum Arzt geht, hängt da mächtig was schief im Gesundheitssystem.

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