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Krebs-Medikament könnte Alzheimer stoppen

Die Forschung arbeitet auf Hochtouren an einem Heilmittel: Denn immer mehr Menschen leiden an Alzheimer. Dabei gibt es fast täglich neue Studienergebnisse über die Krankheit. Doch die wirkliche Ursache ist bislang noch nicht genau bekannt – es gibt aber verschiedene Thesen. Jetzt wird eine aktuelle Studie von US-Forschern als Durchbruch in der Alzheimerforschung gehandelt.

Krebs-Medikament könnte Alzheimer stoppen

Forscher in den USA  haben womöglich eine Therapie gegen Alzheimer entdeckt: In Tierversuchen haben sie Mäusen das Krebsmittel Bexaroten verabreicht. Die Ergebnisse sind offenbar verblüffend: Nur wenige Stunden danach konnen die Wissenschaflter deutliche Veränderungen im Gehirn der Tiere feststellen. Die Ergebnisse der Untersuchung wurde im Fachjournal „Science“ veröffentlicht. Darin schreiben die Forscher, dass sich die für Alzheimer typischen Ablagerungen von Eiweiß offenbar reduziert haben.

Alzheimer: Therapie macht Hoffnung

Innerhalb von sechs Stunden sank die Menge an Eiweißplaques um 25 Prozent – nach 72 Stunden waren nur noch halb so viele Ablagerungen vorhanden. Der Wissenschaftler Page Cramer von der Case Western Reserve School of Medicine in Cleveland und sein Team war überrascht, dass das Medikament auch das Verhalten der Mäuse in kurzer Zeit veränderte: Die Gedächtnislücken bildeten sich offenbar innerhalb weniger Stunden zurück. Im Test haben die Tiere wieder ganz norme Verhaltensweisen und Gedächtnisleistungen gezeigt. 72 Stunden nach der Verarbeichung des Medikaments konnten die Tiere wieder ein Nest bauen. Diese Fähigkeit war ihnen durch die Krankheit abhanden gekommen.

Nun sollen bald klinische Studien zur Wirkung des Medikaments bei Menschen durchgeführt werden.

Hintergrund: Alzheimer-Symptome

Immer mehr Menschen sind von Alzheimer betroffen. Schätzungsweise 1,2 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Alzheimer. Durch die Krankheit sterben Nervenzellen ab und die geistigen Fähigkeiten nehmen damit ab. Im frühen Stadium treten Symptome wie Vergesslichkeit sowie Orientierungsschierigkeiten auf. Später zeigen sich Alzheimer-Symptome beim Denken, Sprache, Urteilsfähigkeit und Orientierung. So werden Freunde und Familienangehörige irgendwann nicht mehr erkannt. Starke Vergessliskeit, allgemeine Desorientierund und Sprachzerfall treten im späteren Stadium auf.

Die Frage bleibt aber trotz der neuen Hoffnung auf eine Therapie mit dem gestesteten Medikamen, warum erkranken Menschen an Alzheimer? Eine eindeutige Antwort hat die Wissenschaft sowie die Medizin noch nicht parat. Jetzt zeigt eine aktuelle neue Studie aus den USA, dass sich Alzheimer im Gehirn wie eine Infektion ausbreitet.

Kommentare

  1. Es bleibt dann nur abzuwarten, wie sich die Krebsmedikamente auf einen sonst gesunden Organismus auswirken. Das wichtigste dürfte aber immer noch die Frage nach dem Warum sein, um eine effiziente Behandlung zu finden.

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