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Valentinstag: Rosen sind offenbar teilweise krebserregend

Liebesgrüße zum Valentinstag in Form von Rosen gehören für viele Paare einfach dazu. Doch nun warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz vor Pestiziden in Valentinsrosen. In einem Test enthielten gekaufte Rosen Pestizidrückstände, die krebserregend wirken.

BUND warnt vor Pestiziden in Valentinsrosen

BUND warnt vor Pestiziden in Valentinsrosen. Foto: Flckr/CC Allie_Caulfield

Es ist der Tag der Liebe und der kleinen Aufmerksamkeiten: Rosen, Pralinen oder eine Karte. Doch der Bund für Umwelt und Naturschutz spricht dabei sogar von „vergifteten Liebesgrüßen“. In verschiedenen Geschäften haben Tester nämlich Rosensträuße gekauft und im Labor untersucht. Das Ergebnis: In acht von zehn Sträußen fand man Pestizidrückstände, die Krebs verursachen.  Offenbar handelt es sich dabei um elf verschiedene, teils stark krebserregende und hormonell wirksame Pestizide. Die Blumen wurden in Berlin gekauft, stammen aber in erster Linie aus Supermärkten und Blumenketten, die ihre Produkte auch bundesweit verkaufen.

„Giftcocktail“ in Liebesgrüßen?

Der Bund für Umwelt und Naturschutz hat Rosen von REWE, Penny, Netto, Real, Kaisers, Blume 2000, Green Queen Flower sowie von drei kleineren Blumengeschäften unter die Lupe genommen. Am schlechtesten schnitten die Rosen der Supermarktkette Real ab. In ihnen wurde laut Bund ein „Giftcocktail“ aus acht verschiedenen Pestiziden gefunden. Das zweitschlechteste Ergebnis hatte der Discounter Penny, dessen Rosen mit fünf Pestiziden belastet waren. Besonders bedenklich sei, dass in beiden Fällen besonders hohe Konzentrationen der stark krebserregenden und hormonell wirksamen Pilzbekämpfungsmittel Carbendazim und Chlorthalonil gefunden worden seien, sagte der BUND-Pestizidexperte Tomas Brückmann. Pestizidfrei seien lediglich die Rosen von zwei kleinen Blumenläden gewesen.

Giftig für Verbraucher und Arbeiter

Brückmann: „Giftige Chemikalien haben in Blumensträußen nichts zu suchen. Einige der von uns gefundenen Pestizide können der Gesundheit der Kundinnen und Kunden erheblich schaden. Wir rufen die Supermärkte und den Blumenhandel auf, den Verkauf von pestizidbelasteten Blumen umgehend zu stoppen und solche Ware nicht mehr von ihren Lieferanten zu beziehen.“

Vom Einsatz der Pestizide seien auch die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Herkunftsländern der Blumen stark gefährdet. Der größte Teil der in Deutschland verkauften Blumen werde in Afrika unter teils unsozialen und umweltschädlichen Produktionsbedingungen herangezüchtet, so der BUND-Experte.

Kommentare

  1. Wenn man sich mal im Internet umschaut, kann man leicht nachlesen, wo die zitierten „schlimmsten Fungizide“ ansonsten eingesetzt werden: Carbendazim gegen Pilzbefall bei einer Reihe von Früchten, Obst und Gemüse. In Deutschland und Österreich wird es vor allem im Getreideanbau verwendet, in der Schweiz ist es gegen verschiedene Pilzerkrankungen im Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenbau zugelassen. Chlorthalonil: Es hat eine sehr breite, protektive Wirkung und wird auch im Bereich des Pflanzenschutzes eingesetzt, z. B. bei Erdnüssen, Sojabohnen, Tabak, Gemüse und Getreide. Es wird auch gegen Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln eingesetzt. Soviel zu den Ängsten die uns eingeredet werden sollen wegen ein paar importierten Rosen.

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