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Mädchen nach EHEC-Infektion gestorben

In Hamburg ist ein sechs Jahre altes Mädchen an EHEC gestorben. Jetzt tauchen die ersten Befürchtungen auf, die EHEC-Epedemie könnte sich wieder in Deutschland ausbreiten. Noch ist allerdings nicht klar, ob sich die Sechsjährige mit der aggressiven Variante infiziert hat, die letztes Jahr zu 53 Todesfällen hierzulande führte.

Mädchen nach EHEC-Infektion gestorben

Mädchen nach EHEC-Infektion gestorben.

In Hamburg starb in der Nacht zum Sonntag ein sechsjähriges Mädchen, nachdem es sich mit dem aggressiven Darmkeim EHEC infiziert hatte. Allerdings ist dabei nicht klar um welche Variante des EHEC-Erregers es sich handelt. Möglicherweise ist er derselbe Erreger, an dem vergangenes Jahr 4000 Menschen erkrankten. Der EHEC-Typ O104:H4 war eine besonders aggressive Variante von EHEC. Das Bakterium bildete ein hochgefährliches Toxin, die das lebensgefährliche hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) auslöste.

Kommt EHEC wieder zurück?

Die Epidemie dieser Variante ging zwar zuende. Doch durchschnittlich erkranken jedes Jahr etwa 1000 Menschen in Deutschland an dem gefährlichen Darmkeim, rund 60 Menschen entwickeln HUS. Während 2011 immer mehr Menschen am aggressiven Keim erkrankten, suchten die Behörden damals fieberhaft nach dem Auslöser. Irgendwann fanden die Behörden schließlich einen Anhaltspunkt: Sprossen.  Sprossen von Samen aus Ägypten wurden für die EHEC-Epidemie verantwortlich gemacht. Doch ein Experte äußerte erst kürzlich Zweifel an dieser These. Der Leiter des Instituts für Hygiene und öffentliche Gesundheit der Universität Bonn, Martin Exner, vermutet sogar, dass EHEC seinen Ursprung in Deutschland hat.

Woher stammt EHEC wirklich?

Er geht davon aus, dass der Biobetrieb „Gärtnerhof“ in Bienenbüttel die Ursache der Infektion war. In einer Ortsbegehung habe Exner erhebliche hygienische Mängel festgestellt. Sie haben dem Experten zufolge dazu beitragen, dass sich EHEC auf den angebauten Sprossen im Betrien aubreiten konnten. Da vergangenes Jahr erste Infektionen in Norddeutschland und Hamburg auftachten, sind Ärzte nun aufgrund des Todesfalles in Hamburg besorgt.  Die Schülerin ist an schweren Nierenschäden gestorben.

Wie und wo sich das Mädchen infiziert haben könnte, ist noch nicht klar. Derzeit werden Lebensmittelproben aus der Familie und dem Einzelhandel untersucht. Zu den Ergebnissen konnten Gesundheitsbehörden am Montagnachmittag noch nichts sagen.

 

Kommentare

  1. EHEC Alarm: Wilfried Soddemann warnt seit Jahren vor Infektionen durch Trinkwasser. In unseren Lebensmitteln sind keine Fäkalien. Aber im Trinkwasser. Egal ob Salmonellen, Campylobacter, Noroviren oder EHEC/HUS: Ausgelöst werden solche Infektionen durch Fäkalien in Lebensmitteln ODER im Trinkwasser … einen dritten initialen Übertragungsweg gibt es nicht. Auch Schweinegrippeviren werden fäkal ausgeschieden. Damit ist der Weg Abwasser-Gewässer-Trinkwasser gegeben.
    http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
    soddemann-aachen@t-online.de
    Telefon 0 25 82 – 99 13 66

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