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Putzmittel können offenbar krank machen

Wer gegen den Schmutz, Bakterien und Keime mit Chemie vorgeht, der riskiert offenbar Gesundheitsschäden. Bestimmte Desinfektionsmittel sollen sogar das Erbgut verändern. Auch die Umwelt leidet darunter. Das teilte jetzt das Umweltbundesamt mit.

Putzmittel können offenbar krank machen

Putzmittel können offenbar krank machen

Das Umweltbundesamt rät davon ab, beim Putzen oder beim Frühjahrsputz auf viel Chemie zu vertrauen. Gerade desinfizierende Putzmittel enthalten vielfach Stoffe, die dem Menschen gefährlich werden können. Sie können beipsielsweise die nützlichen Bakterien der Hautflora schädigen und Allergien und Ekzeme auslösen. Auch andere gesundheitliche Gefahren sind laut Umweltbundesamt vorhanden. So gelten einige  Desinfektionsmittel als möglicherweise erbgutverändernd oder krebserzeugend.

Dabei warnen Experten sogar vor übertriebener Hygiene. Denn Sauberkeit ist gut, aber Bakterien gehören wohl auch irgendwie dazu: Im Mund tummeln sich beispielsweise Millionen von Mikroorganismen sowie auch auf unserer Haut. Bakterien in Wohnräumen müssen demnach gar nicht vernichtet werden – sie trainieren  im Gegenteil sogar das Immunsystem. Grundsätzlich gilt laut Umweltbundesamt: Kräftiges Scheuern kann einiges an Chemie  einsparen. Aber auch die Putzlappen sollten häufiger gewechselt  oder ausgekocht werden.

Laut Umweltbundesamt ist zu viel Chemie auch schlecht für die Umwelt. Daher sollten Verbraucher nur auf ein Mindestmaß zurückgreifen. Für die Hygiene sei ein Neutralreiniger für Fußböden, Fliesen und andere glatte Oberflächen, Scheuermilch für hartnäckigen Schmutz, Spülmittel fürs Fensterputzen und Zitronensäure oder Haushaltsessig gegen Kalk völlig ausreichend. Für einen stark verschmutzen Teppich ist Seifenschaum oder lauwarme Feinwaschmittellösung geeignet. Bei den Produkten sollten Verbraucher auf das Umweltzeichen „Blauer Engel“ achten.

 

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