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Pollenallergie: Unbehandelter Heuschnupfen erhöht Asthma-Risiko

Die kalten Tage sind vorbei. Mit den wärmeren Temperaturen leiden Allergiker wieder zunehmend unter Heuschnupfen durch Frühblüher wie Erle, Birke und Hasel. Niesattacken, geschwollene Nasenschleimhaut, wässriger Schnupfen und juckende Augen. Wer unter Heuschnupfen leidet, der sollte laut Landesapothekenkammer zum Arzt.

Pollenallergie: Unbehandelter Heuschnupfen erhöht Asthma-Risiko.

Pollenallergie: Unbehandelter Heuschnupfen erhöht Asthma-Risiko. Foto: Flickr/CCapres

„Wer unter Heuschnupfen leidet sollte schnell handeln“, erklärt Erika Fink, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Denn aktuell leiden wieder viele Allergiker unter den Frühblühern. „Es gibt mittlerweile viele rezeptfreie Arzneimittel, die Linderung verschaffen und die Symptome des Heuschnupfens unterdrücken. Wenn Heuschnupfen zum ersten Mal auftritt oder Reizhusten als Symptom hinzukommt, sollten Patienten jedoch dringend einen Arzt aufzusuchen, damit aus einer Allergie kein Asthma wird.“

Pollenallergie: Mit Heuschnupfen besser zum Arzt

Bei 40 Prozent der betroffenen Pollenallergiker entwickelt sich innerhalb von acht Jahren ein allergisches Asthma, warnt Fink. Zudem muss es nicht zwangsläufig  Heuschnupfen sein, wenn die Nase läuft und Augen jucken. Die gleichen Symptome werden auch von Schimmelpilzen, Hausstaubmilben, Tierhaaren und tierischen Hautschuppen hervorgerufen. Oft werden Allergien somit im Wohn– und Lebensumfeld ausgelöst.

Ungefähr 13 Prozent der Kinder und circa 20 Prozent der Erwachsenen leiden in Deutschland unter Heuschnupfen, Tendenz steigend. Die Expertin rät dabei in Bezug auf die Einnahme von Medikamenten gegen Heuschnupfen: Autofahrer sollten ihren Apotheker sicherheitshalber fragen, ob es hinsichtlich der Fahrtüchtigkeit bei der Einnahme der Tabletten etwas zu beachten gibt. Immer sollten Patienten fragen, ob Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln wie zum Beispiel der Pille, Blutverdünnern oder Antidepressiva möglich sind.

Pollenallergie und Nahrungsmittel-Allergie

Erika Fink zufolge bleibt es oft nicht beim Heuschnupfen: „Viele Pollenallergiker entwickeln so genannte Kreuzallergien mit bestimmten  Nahrungsmitteln, deren Allergene den Pollenallergenen ähneln. So reagieren Erle-, Birke- oder Haselallergiker oft auch auf Kern- oder Steinobst wie Äpfel oder Pfirsiche, nicht aber auf deren Pollen.“ Exotische Früchte, Nüsse und sogar Gewürze können dann allergische Reaktionen verursachen.

Wer auf Gräser allergisch ist, der hat oft auch Probleme mit Erdnüssen, Tomaten, Sojabohnen und Pfefferminze. Bei Beifußpollen-Allergiker treten oft auch Allergien auf Karotten, Kürbis, Paprika, Sellerie sowie zahlreichen Gewürzen und Kräutern achten.  Eine sogennante Desensibilisierung kann dazu beitragen, dass man die Lebensmittel wieder essen kann.

Kommentare

  1. Heuschnupfen ist eine Sache, die man nicht unterschätzen sollte. Es sind ja nicht nur die möglichen Kreuzallergien, sondern auch die Symptome des Heuschnupfens selbst, die bei Nichtbeachtung mächtig ausufern.

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