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Fortschritte in der Ebola-Forschung

Ebola ist neben dem Marburg-Virus einer der tödlichsten Viren überhaupt. Daher arbeiten Forscher unter Hochdruck an einer Impfung sowie einer wirksamen Therapie. Denn beides gibt es noch nicht. Das Forscherteam um John Dye vom US Army Medical Research Institute for Infectious Diseases haben jetzt wichtige Fortschritte in der Erforschung des Ebola-und Marburgvirus gemacht.

Fortschritte in der Ebola-Forschung
Fortschritte in der Ebola-Forschung

Die amerikanischen Forscher haben in ihren Tierversuchen Affen gegen Ebola– und Marburg-Viren geimpft. Daraufhin entstanden Antikörper gegen die Erreger. Jene sind ein wichtiger Teil des Immunsystems, da sie Eindringlinge erkennen. Die Antikörper der Affen wurden anschließend aus dem Blut der Tiere isoliert. Danach infizierten die Forscher nicht geimpfte Affen mit Marburg-Viren. 15 bis 30 Minuten später verabreichten sie den Tieren die Antikörper.

Das Ergebnis der Studie: Keiner der Affen erkrankte an Ebola oder dem Marburg-Virus. Im Gegenteil: Ihr Immunsystem bildetete weitere Antikörper und bot damit einen effektiven Schutz gegen die tödlichen Viren. Mit einer solchen Behandlung ließen sich womöglich auch Menschen schützen, die sich mit den Viren infiziert haben, glauben die beteiligten Forscher. Immerhin konnte ein hunderprozentiger Schutz in den Testreichen erreicht werden.

In einem anderen Experiment infizierten die Forscher die Tiere ebenfalls mit den tödlichen Viren. Sie verabreichten die Antikörper allerdings erst 48 Stunden danach. Der Großteil der Affen entwickelte dadurch überhaupt keine Symptome, einige erkrankten leicht und erholten sich wieder vollständig. Von diesen Ergebnissen über Ebola-Viren sowie dem Marburg-Virus berichten die Forscher in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften.

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