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Beeinflusst der Frühling Lust und die Liebe?

Es wird wieder wärmer, die Vögel zwitschern, die ersten Blumen blühen: Der Frühling steht vor der Tür.  Jener sorgt bei den meisten Menschen für gute Laune. In einer aktuellen Studie wollten Forscher nun genauer wissen, warum das so ist und ob der Frühling auch einen Einfluss auf die Sexualhormone hat.

Beeinflusst der Frühling Lust und die Liebe?

Die dunklen Tage sind erstmal wieder vorbei, die dicke Wintergardarobe kann im Kleiderschrank verschwinden und der Duft sowie die Sonne bringen gute Laune. Das sind Frühlingsgefühle. Dabei steigt nicht nur die Laune. Auch das andere Geschlecht wirkt auf einmal so anziehend wie schon lange nicht mehr. Es ist also die Zeit, in der Schmetterlinge im Bauch auftauchen und für Unruhe sorgen.

Die Ursache für das Hochgefühl ist das Sonnenlicht, das die Hormonproduktion beeinflusst. Durch die vermehrte Sonneneinstrahlung vermindert sich die Produktion von Melatonin, einem Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst. Der Körper bildet es am Abend und in der dunkleren Jahreshälfte, weshalb die meisten Menschen sich während der Wintermonate öfter müde und antriebslos fühlen. Durch die Sonne und das Licht im Frühling steigt die Produktion der Hormone Dopamin und Serotonin, die beide für gute Laune sorgen.

Da es aber auch im Winter durch künstliches Licht hell und warm ist und viele Menschen sogar im Warmen Urlaub machen, gehen einige Forscher jetzt davon aus, dass es Frühlingsgefühle gar nicht mehr gibt. Da die Menschen nicht mehr richtige Dunkelheit und Kälte erlebten, stellten sich auch ihre Hormone in den Jahreszeiten nicht mehr um. Zwar führe der Frühling zu einer Achterbahn der einigen Hormone, die Produktion der Sexualhormone beeinflusst er aber nicht.

Dass Frühlingsgefühle etwa die Geburtenrate beeinflussen, ist nichts weiter als ein Märchen, sagen Experten. Die meisten Kinder werden demnach Ende September geboren und somit in den Monaten Dezember oder Januar gezeugt. „Im Sommer ist nach neuesten Messungen der Testosteronwert von Männern am höchsten“, sagt Helmut Schatz von der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Auf die Sexualhormone von Frauen haben die Jahreszeiten keinen Einfluss. Denn viele Frauen nehmen die Pille, dadurch ist der natürliche Rythmus verändert.

Trotzdem wirkt sich der Frühling Experten zufolge positiv auf die Lust und Liebe aus. Zwar nicht in Form von Sexualhormonen, aber durch bestimmte optische Reize: Wenn es wärmer wird, dann wirkt das andere Geschlecht vor allem durch mehr nackter Haut anziehender: Kurze Röcke, Sommerkleider und tiefe Dekoltés verfehlen ihre Wirkung also offenbar nicht.

 

Kommentare

  1. Nicht zu vergessen , dass auch die Herren der Schöpfung ohne dicke Jacken etwas besser zur Geltung kommen. Da braucht es keine wissenschaftliche Untersuchung um zu merken, dass der Frühling sich auch auf die Menschen auswirkt :)

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