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Fertiglebensmittel sind oft richtige Salzbomben

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt maximal sechs Gramm Salz am Tag. Das ist etwa ein gestrichener Esslöffel voll. Doch Verbraucher haben durch Fertiglebensmittel oft keinen Überblick über ihren Salzkonsum. Denn Fertiglebensmitel sind zum Teil richtige Salzbomben.

Fertiglebensmittel sind oft richtige Salzbomben

Fertiglebensmittel sind oft richtige Salzbomben

Verarbeitete Lebensmittel sind einem Test der Stiftung Warentest zufolge die mächtigsten Salzbomben. Viele Produkte schmecken dabei nicht einmal besonders salzig. Ein Drittel des Salzkonsums geht hierzulande auf das Konto von Backwaren, weitere Quellen sind Wurst, Fleischwaren, Käse oder Fertiggerichte. Dabei nehmen die meisten Deutschen mehr als sechs Gramm Salz täglich zu sich. Ärzten zufolge hat das auf lange Sicht Bluthochdruck zur Folge, der wiederum das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte erhöht.

Wer zum Beispiel eine tiefgekühlte Pizza Speciale isst, nimmt schon 83 Prozent der täglich empfohlenen Salzmenge zu sich. Bei einer Portion Matjesfilets sind es bis zu 155 Prozent, mit einer Portion Rotkohl oder Rahmspinat haben Verbraucher schon ein Viertel der empfohlenen Tagesdosis intus. Wer zum Frühstück zwei Aufbackbrötchen isst, hat schon mehr als ein Drittel der empfohlenen Tageszufuhr an Salz zu sich genommen. Mehr als zwei Drittel, nämlich 4,2 Gramm Salz, stecken in einer Portion fertig gekauftem Kartoffelsalat mit zwei Wiener Würstchen.

Beim Salz in verarbeiteten Produkten lässt die Lebensmittelkennzeichnung den Verbraucher im Stich. Hersteller müssen nämlich nicht den Gehalt an Kochsalz, sondern nur dessen Bestandteil an Natrium kennzeichnen. Die reine Natriumangabe ist aber eine Zumutung, weil der Verbraucher daraus selbst den Kochsalzgehalt berechnen muss. Transparenz ist erst im Jahr 2016 in Sicht, dann müssen die Gehalte für Kochsalz klar angeben werden.

 

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