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Mutierte Vogelgrippe könnte zur Gefahr werden

Sie ist eine der größten Gefahren aus der Gruppe der Grippe-Viren: die Vogelgrippe. Zwar sind bisher nur 600 Menschen an der Grippe erkrankt, doch rund 360 starben daran. Das bedeutet, dass sich Menschen zwar sehr selten anstecken, doch passiert es tatsächlich, zeigt die Krankheit einen außergewöhnlich schweren Verlauf bis hin zum Tod.

Mutierte Vogelgrippe könnte zur Gefahr werden

Mutierte Vogelgrippe könnte zur Gefahr werden

Der Erreger der Vogelgrippe wurde zum ersten Mal Ende der 1990er Jahre entdeckt, als man ihn bei Vögeln in Asien nachwies. Die Krankheit übertrug sich von Tieren zu Menschen, eine Ansteckung zwischen Menschen schien kaum vorzukommen.

Nun allerdings haben Forscher das Erbgut des Virus verändert und herausgefunden, wie es sich für den Menschen auswirkt. Tatsächlich genügen fünf Mutationen, damit sich das Virus mit der Tröpfcheninfektion ausbreitet – ein erschreckendes Ergebnis. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sich das Virus mit einem Influenzavirus von anderen Tieren vermischt, damit es leichter übertragbar ist. Selbst wenn das Virus in Vögeln bleibt, kann es sich verändern und auf den Menschen übergehen – und von ihm auf einen anderen übertragen werden. Im schlimmsten Fall könnte es durch wenige Schritte zu einer weltweiten Ausbreitung des Erregers kommen.

Und schließlich argumentieren Forscher, dass das Virus bei Vögeln weit verbreitet sei und häufig mutiert, deshalb dürfte es ihrer Einschätzung nach nur eine Frage der Zeit sein, bis es sich auch von Mensch zu Mensch ausbreitet. Schon deshalb ist man dann auch dabei, Impfstoffe und Medikamente gegen das Virus zu finden. Eine flächendeckende Impfung würde helfen, den Ausbruch auch bei einem veränderten Virus einzudämmen. Allerdings muss man diesen Vorschlag wohl etwas revidieren, stammt er doch von dem Hersteller des Impfstoffs, der Firma Novartis.

Kommentare

  1. Es stimmt nicht, dass das Virus HPAIV h5N1 bei „Vögeln weit verbreitet“ ist, wenn man damit Wildvögel meint. Sicherlich beziehen sich die Forscher dabei aber auf die Geflügel-Intensivmast – und da wurde das Vrius tatsächlich immer wieder mal gefunden, besonders im südostasiatischen Raum, wo die Massentierhaltung mittlerweile leider boomt.

    unerwähnt bleibt leider, das es gerade letztere ist, die zu einer erhöhten mutationsrate und immer wieder erfolgender Ansteckung führt. Während bei Wildvögeln derartige Viren schnell verschwinden, wenn sie (wohl aufgrund kot-Austrages auf Feldern, auf welchen auch Wildvögel nahrung suchen) sich in Ausnahmefällen mal anstecken, wird das in der Geflügelhaltugn endemisch gewordene Virus durch handelswege überr den Erdball verschleppt.

    Gefahr droht daher vor allem durch Geflügelimporte aus Südostasien, aber auch durch die Form heutiger Intensivmast von Geflügel. Die Massentierhaltugn ermöglicht durch Enge udn große Herden ein schenlles, immer wiederkehrendes Überspringen von Viren und/oder Bakterien. Letztere bilden Resistenzen gegen Antibiotika, erstere mutieren unter solchen Bedingungen manchmal zu höher pathogenen Formen.

    Diese Rahmenbedingungen könnte man politisch ändern, indem per Verordnung geringere Besatzdichten und ein Flächenwechsel, am besten Freiland, aber zumindest Wintergarten vorgeschrieben werden. Gleichzeitig müssten schärfere Kontrollen erfolgen. Dies würde zugleich dem Wohlbefinden der Tiere dienen und sie nicht so anfällig für Krankheiten machen!

    Als Verbraucher kann man bis dahin nur eines tun:
    Kein Geflügel mehr kaufen!

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