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Risikofaktor Arbeitsstress in Studie bestätigt

Die Arbeit und der damit verbundene psychische Stress wirkt sich direkt auf die Gesundheit aus. Das zeigt nun einmal mehr eine internationale akutelle Studie, die in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurde.

Stress in der Arbeit wirkt sich direkt auf die Gesundheit aus. Foto: Dreamstime

„Beschäftigte, deren Arbeit psychisch belastend ist und wenig Gestaltungsspielräume zulässt, haben ein 23 Prozent höheres Risiko einen Herzinfarkt zu bekommen als Personen, die keinen solchen Arbeitsstress erleben.“ Das berichtet die Fachzeitschrift ‚The Lancet’, eine der führenden medizinischen Fachzeitschriften weltweit, in ihrer aktuellen Ausgabe (Online First).

Stress in der Arbeit: Gesundheit leidet darunter

Die internationale Studie von Prof. Mika Kivimäki, University College London umfasst rund 200.000 Teilnehmer aus sieben Europäischen Ländern und ist die größte Studie bisher zu diesem Thema. „Dass Arbeitsstress ein Risiko sein könnte, wird schon länger vermutet. Unsere Untersuchung ist ein starker Hinweis darauf, dass Stress tatsächlich nicht gut für das Herz ist“, so Prof. Dr. Nico Dragano vom Universitätsklinikum Düsseldorf, einer der Autoren des Artikels. Dragano ist einer der Initiatoren der Analyse. Er war an der Studiendurchführung und Veröffentlichung beteiligt.

„Die gemeinsame Auswertung von publizierten und unpublizierten Daten in einer Studie erlaubt es uns die Beziehung zwischen Herzkrankheiten und Arbeitsstress – definiert als Kombination aus hohen psychischen Anforderungen und niedrigem Gestaltungsspielraum – mit einer viel größeren Präzision zu untersuchen, als das bislang möglich war“, erklärt Prof. Mika Kivimäki.

Arbeitsstress: Risiko eines Herzinfarkts steigt

Wie ‚The Lancet’ in seiner Pressemitteilung erläutert, hat die Forschergruppe um Kivimäki in einer Meta-Analyse Arbeitsstress bei Beschäftigten untersucht, die zwischen 1985 und 2006 an 13 einzelnen Studien in Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Niederlanden, Schweden und Großbritannien 1985 und 2006 teilgenommen hatten. Alle Teilnehmer beantworteten Fragebögen zu ihren Arbeitsbedingungen, z.B. zu psychischen Anforderungen, Zeitdruck und Entscheidungsfreiheit. Während der im Durchschnitt 7,5 Jahre dauernden Nachbeobachtung erlebten insgesamt 2.358 Personen erstmalig einen Herzinfarkt.

Das 23 Prozent höhere Risiko bei Personen, die Arbeitsstress berichteten, bleib auch dann erhöht, wenn andere Einflussfaktoren, wie der Lebensstil, Alter, Geschlecht oder der soziale Status berücksichtigt wurden. Unabhängig vom Arbeitsstress, hatte in der Untersuchung der Lebensstil (Rauchen, Bewegungsmangel etc.) den insgesamt größten Einfluss auf das Risiko eines späteren Infarkts.

Kommentare

  1. Nicht nur psychischer Stress am Arbeitsplatz erhöht das Herzinfarktrisiko.Besonders der psychische Druck, den die Agentur für Arbeit und die Jobcenter auf ihre „Kunden“ ausüben, erhöhen das Herzinfarktrisiko.Dieser bewusst ausgeübte Stress führt viele auch in den Suizid.Dieser Suizidgrund ist ein Thema, dass die Politik und die Medien leider immer noch zu verschweigen versuchen.

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