Home / Forschung / Studie: Forscher versuchen Allergien zu heilen

Studie: Forscher versuchen Allergien zu heilen

Allergien sind weltweit auf dem Vormarsch. Nun haben Forschende des Instituts für Immunologie der Universität Bern herausgefunden, wie allergische Reaktionen behoben werden könnten: Durch ein künstliches Molekül, welches den Auslöser hemmt.

Forscher versuchen Allergien zu heilen

Allergien entstehen durch eine Überreaktion des eigenen Immunsystems gegen normalerweise harmlose Substanzen. Sie treten vor allem in Form von Asthma, Heuschnupfen oder Ekzemen auf. Vereinzelt können allergische Reaktionen sogar zu lebensbedrohlichen Situationen führen, wie dies bei Bienenstichen manchmal der Fall ist. Auf der ganzen Welt steigt die Zahl von Allergikern ständig an, alleine in den USA leiden rund 50 Millionen Menschen an Allergien. Jeder dritte Deutsche ist Allergiker.

Entstehung und die Grundmechanismen allergischer Reaktionen sind Experten zufolge zwar schon gut erforscht. Doch es gibt es zur Zeit nur begrenzte Möglichkeiten einer nachhaltigen Behandlung – und diese sind zum Teil sehr teuer. Ein Forscherteam des Instituts für Immunologie der Universität Bern hat nun einen neuen Weg gefunden, Allergien zu bekämpfen. Diese Erkenntnisse können in die Entwicklung neuer Medikamente einfliessen. Die Studie wurde nun in «Nature» publiziert.

Bei Allergikern produziert das körpereigene Immunsystem Antikörper, die sogenannten Immunoglobuline E (IgE) gegen allergene Eiweisse, die zum Beispiel in Pollen, Erdnüssen oder Hausstaubmilben vorkommen. Diese IgE-Antikörper binden an spezifische Rezeptoren auf Entzündungszellen, welche sich im Blut und im Gewebe befinden. Treffen solche zellgebundenen IgE-Antikörper auf ein Allergen, werden Botenstoffe freigesetzt, welche innert kürzester Zeit Allergiesymptome hervorrufen wie etwa Nasenrinnen, gereizte Augen, Atembeschwerden oder im Extremfall zu einem tödlichen Kreislaufversagen führen.

Schon vor einiger Zeit wurde ein therapeutischer Antikörper entwickelt, welcher IgE spezifisch erkennt und dessen Bindung an den Rezeptor verhindert. Da jedoch für eine erfolgreiche Therapie sehr grosse Mengen dieses anti-IgE-Antikörpers eingesetzt werden muss, wird er aus Kostengründen nur bei Patienten mit schwerem, chronischem Asthma angewandt. Als Alternative zu Antikörpern wurde an der Universität Zürich bereits eine neue Art Bindungsmoleküle geschaffen, die auf einer gänzlich anderen Grundstruktur basieren. Jene nutzten nun Forscher am Institut für Immunologie der Universität Bern, um ein spezifisches Bindungsmolekül gegen IgE zu finden.

Die aus der Studie gewonnenen Erkenntnisse sind für die Entwicklung neuer Allergie-Medikamente von enormer Bedeutung.

Weitere Artikel: Warum Kontaktallergene nur manche Menschen krank machen

Kommentare

  1. internet marketing

    Obwohl die Entstehung und die Grundmechanismen allergischer Reaktionen schon gut erforscht sind, gibt es zur Zeit nur begrenzte Möglichkeiten einer nachhaltigen Behandlung – und diese sind zum Teil sehr teuer. Ein Forscherteam des Instituts für Immunologie der Universität Bern hat nun einen neuen Weg gefunden, Allergien zu bekämpfen. Diese Erkenntnisse können in die Entwicklung neuer Medikamente einfliessen. Die Studie wurde nun in «Nature» publiziert.wemarketyour.com

Scroll To Top