Home / Gesundheitspolitik / Rentner beklagen teure PKV

Rentner beklagen teure PKV

Schon seit Wochen ist in den einschlägigen Medien eine regelrechte Schlacht um die Zukunft der privaten Krankenversicherung zu verfolgen. Zu hohe Beiträge auf der einen Seite, permanente Beitragserhöhungen und schlechte Leistungen auf der anderen Seite, und dazwischen findet man diverse Parteien, die sich Gedanken um die Zukunft des Krankenversicherungssystems nach der nächsten Bundestagswahl machen. Nach einer AOK-Studie beklagen immer mehr Rentner die hohen Kosten ihrer privaten Krankenversicherung und suchen nach Möglichkeiten, diese zu reduzieren.

Rentner beklagen teure PKV

Die Chancen für Rentner liegen in der Regel in einer höheren Selbstbeteiligung und im Wechsel in einem leistungsschwächeren Tarif. Das allerdings haben 50 Prozent der Befragten bereits getan, wenn man der AOK-Studie glauben darf. Sogar unter den Beamten waren rund 30 Prozent von einem Wechsel ihres Tarifs betroffen, um damit einer Beitragserhöhung aus dem Weg zu gehen. Befragt wurden rund 1.000 Versicherte, das Ergebnis ist dann auch durchaus erschreckend.

Man darf gespannt sein, wie die Diskussion um die private Krankenversicherung weiter geht. Tatsächlich dürfte im Zuge der bevorstehenden Bundestagswahl und des vorhergehenden Wahlkampfs das Krankenversicherungssystem eine große Rolle spielen. Immer wieder gerät die PKV in die Diskussion wegen zu hoher Beiträge, während die gesetzlichen Kassen massive Gewinne erwirtschaften. Doch objektive Studien belegen, dass die Beitragserhöhungen in der PKV in einem überschaubaren Rahmen bleiben – und das seit vielen Jahren. Es wird also interessant sein zu sehen, in welche Richtung sich die PKV nach der Bundestagswahl entwickelt. Mit der Anhebung der Versicherungspflichtgrenze und der Beitragsbemessungsgrenze in diesem Herbst werden die Einnahmen der gesetzlichen Kassen in jedem Fall erhöht, ihre Position wird damit weiter gestärkt. Angesichts der Tatsache, dass die amtierende Regierung als PKV-affin gilt, dürfte die weitere Entwicklung mit Spannung zu verfolgen sein.

2 Kommentare

  1. Eine Statistisk ohne valide Datenmenge mit weniger als Hundert Rentnern, und daraus soll ein Ergebnis kommen? Auch sind die Aussagen und Schlussfolgerungen blödsinn. Wer in einen höheren Selbstbehalt wechselt, macht dieses nicht weil er seine Beiträge nicht bezahlen kann. Es geht um Beitragsersparnis. Häufig sind die Beiträge von Selbstbehalttarifen um ein vielfaches günstiger als die Vollkaskovariante. Man wäre doch blöde wenn man nicht 1000 Euro Selbstbehalt im Jahr vereinbart und dafür 2000 € an Beiträgen spart. Das ist etwas was ein gesetzlich Versicherter nicht kann. Auch wird gerne von den Kassen verschwiegen, dass freiwillig versicherte als Rentner auf alle EInkunftsarten Beiträge entrichten müssen. Der Zuschuss von der DRV geht nur auf Basis des Rentenanspruches.

  2. Viele Rentner befinden sich seit Jahrzehnten in der alten Bestandstarifen der PKV Versicherer. Durch einen qualifizierten durchgeführten PKV Tarifwechsel lässt sich eine erhebliche Beitragsersparnis für die Versicherten erzielen. Eine voreilige Erhöhung der Selbstbeteiligung oder gar eine Leistungsreduzierung sollte dabei vermieden werden. Sehr oft sind massive Beitragseinsparungen ohne Verlust der Versicherungsqualität möglich. Da dies aber nicht im Interesse der PKV Versicherer liegt, ist eine neutrale Beratung zu einem PKV Tarifwechsel dringend anzuraten. Die Stiftung Warentest hat zu Beginn des Jahres eine Recherche zum Thema PKV Tarifwechsel durchgeführt. Demnach sind fünf von sieben PKV Versicherten bei dem Versuch einem Tarifwechsel zur Beitragsreduzierung innerhalb der bestehenden PKV selbst durchzuführen, gescheitert. Eine Leistungsreduzierung oder eine Erhöhung der Selbstbeteiligung ist dann nur noch durch eine erneute Gesundheitsprüfung rückgängig zu machen. Dies ist aufgrund der belasteten Gesundheitshistorie viele Rentner dann nicht mehr möglich.

Scroll To Top