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Demenz und die Pflege im Alltag

Weltweit leiden immer mehr Menschen an Demenz: 24 Millionen sind heute davon betroffen. Schätzungen zufolge soll sich die Zahl der Demenzkranken in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. Dabei raten Experten den Familienangehörigen von Betroffenen sich früh mit der Diagnose zu beschäftigen und den Alltag zu arrangieren.

Demenz und die Pflege im Alltag

Wenn Angehörige an Demenz erkranken, dann stehen sie vor einer schweren Aufgabe: Den Alltag auf den Erkrankten einzustellen und die Umgebung anzupassen. Statistiken zeigen nämlich, dass rund die Hälfte der Demenzkranken innerhalb eines Jahres mehrfach stürzen und sich dabei teilweise schwere Verletzungen zuziehen. Experten raten daher, das Risiko früh zu minimieren. Stolpersteine und Hindernisse sollten daher entfernt werden. Damit können im Alltag Unfälle vermieden werden.

Ein fester Tagesablauf hilft Betroffenen, ihren Alltag möglichst lange selbst, ohne Hilfe und Schwierigkeiten in Angriff zu nehmen. Auch wenn die Krankheit schon fortgeschritten ist, dann  sind feste Rituale und ein strukturierter Tagesablauf hilfreich. Allerdings gibt es einen Punkt bei der Demenz, die Angehörige sowie  Pflegekräfte vor Schwierigkeiten stellt. Dann kann es Experten zufolge hilfreich sein, sich in die Welt des Patienten zu begeben.

Doch so groß der Wunsch oft auch ist, sich um seine Angehörigen zu kümmern, so sehr stößt man bei der Pflege eines Demenzkranken an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Zwar pflegen immer mehr Menschen ihre Angehörigen zuhause und die Zahl jener ist allein in den letzten Jahren um zehn Prozent gestiegen. Allerdings ist gerade Demenz eine schwere Belastung für die Beteiligten. Experten raten daher zu Fachpersonal und einem Betreuungsdienst, die bei der Pflege unterstützen.

Denn nicht nur die Pflege eines Demenzkranken, sondern auch die Altenpflege erfordert vielfach Wissen. Denn gerade bei Demenzkranken gibt es viel zu beachten: So wird beispielsweise der Wortschatz immer geringer, sodass Angehörige von der erkrankten Person kaum noch verstanden werden.

Kommentare

  1. Ich finde, dieser Artikel bringt es auf den Punkt. Ich arbeite selbst in einem Altenheim in Dortmund, und muss auch immer wieder mit Bedauern feststellen, was viele Angehörige sich mit der Pflege von Demenzkranken antun. Ich finde es zwar gut, wenn sich die Angehörigen um ihre erkrankten Liebsten kümmern, aber gerade bei Demenz ist eine fachliche Betreuung wichtig. Ab einem gewissen Grad können die Angehörigen die Betroffenen nicht mehr alleine Pflegen, vor allem, weil die wohnliche Situation das gar nicht mehr zulässt.

    Schöne grüße aus Dortmund
    Daniel

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