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Vitamin D-Mangel: Regentage machen depressiv

Vitamin D-Mangel kann erhebliche Folgen für die Gesundheit haben. Denn Vitamin D schützt vor Knochenbrüchen, Krebs, Diabetes, Multipler Sklerose und auch Depressionen. In mehreren Studien konnte ein Zusammenhang zwischen Vitamin D und Depressionen nachgewiesen werden. Vitamin D linderte etwa bei depressiven Menschen die Symptome der Erkrankunng.

Zu Wenig Vitamin D macht depressiv
Regentage und wenig Sonne führen zu einem Mangel an Vitamin D.

Insgesamt 82 Prozent der Männer und 91 Prozent der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin D nicht und leiden an einen Mangel. So heißt es in der Nationalen Verzehrsstudie II des Bundesforschungsinstituts für Ernährung und Lebensmittel aus dem Jahr 2008. Untersuchungen zeigen offenbar, dass mehr als die Hälfte der Bundesbürger zumindest im Winter einen zu niedrigen Spiegel des Vitamins im Blut hat und daher an einen Vitamin D-Mangel leidet. Denn Vitamin D wird vom Körper selbst gebildet – über die Sonneneinstrahlung auf der Haut.

Vitamin D-Mangel macht depressiv

Einer amerikanischen Studie aus dem Journal „Mayo Clinic Proceedings“ zufolge hängt der Mangel an Vitamin D direkt mit Depressionen zusammen. Forscher des UT Southwestern Medical Center in Dallas (Texas) untersuchten Werte von fast 12.600 Patienten über einen Zeitraum von vier Jahren. Der Wissenschaftler E. Sherwood Brown und seine Kollegen vom Cooper-Institut kamen dabei zu dem Schluss: Hohe Vitamin-D-Werte hängen direkt mit einem niedrigeren Risiko für Depressionen zusammen. Einer norwegischen Doppelblindstudie zufolge konnte die Gabe von Vitamin D die depressiven Symptome der Teilnehmer verbessern. Daher liege ein kausaler Zusammenhang nahe, wie die Forscher aus ihren Ergebnissen schließen.

Vitamin D-Mangel kann tödlich sein

Aufgrund der Datenlage hat sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) dazu entschlossen, ihre Referenzwerte für die empfohlene tägliche Zufuhr an Vitamin D zu überarbeiten. Der Wert liegt jetzt bei 20 Mikrogramm pro Tag. Aufgrund der geografischen Lage in Mitteleuropa ist es während der Wintermonate nicht einfach, ausreichende Mengen des Vitamins zu bilden. Über eine ausgewogene Ernährung nehmen wir täglich lediglich zwei bis vier Mikrogramm Vitamin D auf. Daher raten Experten im Winter zu viel Bewgegung in der frischen Luft und zu Vitamin-D-Tabletten. Denn eine Studie in den USA hat ergeben, dass 70 Prozent der knapp 11.000 untersuchten Erwachsenen einen Vitamin-D-Mangel hatten. Das Sterberisiko war in dieser Gruppe dreimal so hoch wie bei Personen ohne einen Mangel an dem Sonnenvitamin. (dws)

 httpv://www.youtube.com/watch?v=0zBTpJzJisg

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