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Wer zu wenig schläft, nimmt zu

Schlafmangel begünstigt offenbar Adipositas. Diesen Zusammenhang wurde schon in etlichen Untersuchungen festgestellt. Eine Studie im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism nahm diesen Effekt nun genauer unter die Lupe. Das Ergebnis: Nur eine einzige Nacht ohne Schlaf führte zu einem gesteigerten Appetit.

Wer zu wenig schläft, nimmt zu

Wer zu wenig schläft, nimmt zu

Wer zu wenig schläft, der nimmt offenbar zu. Forscher vermuten schon seit längerem einen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Übergewicht sowie Fettleibigkeit (Adipositas). Dazu ist nun eine Studie veröffentlicht worden. Wissenschaftler um Christian Benedict von der Universität Uppsala in Schweden haben normalgewichtige Männer zwei Untersuchungen unterzogen. Beim ersten Mal waren die Teilnehmer der Studie ausgeschlafen. Bei der zweiten Untersuchung hatten sie eine schlaflose Nacht hinter sich.

Schlaflosigkeit macht hungrig

Der Schlafmangel der Probanden wurde auch in der sogenannten Kernspintomographie deutlich. Jene kann beispielsweise aunzeigen, welche Regionen im menschlichen Gehirn durch den Anblick von Essen ausgelöst wird. Dadurch haben die Forscher feststellen können, wie sich Schlafmangel auf den Appetit auswirkt. Demnach waren die schlaflosen Teilnehmer der Studie hungrig, auch wenn ihre Blutzuckerwerte keinen Bedarf auf eine Mahlzeit anzeigten. Die Forscher ziehen aus ihren Beobachtungen den Schluss, dass Schlafmangel zu unkontrolliertem Essen führt.

Adipositas durch Schlafmangel

Den schwedischen Forschern zufolge könnten ihre Beobachtungen einiges erklären: Denn unsere Gesellschaft tendiere zu immer kürzer werdenden Schlafzeiten. Das könnte laut Benedict der Grund für die weite Verbreitung der Adipositas sein. Zudem könnte es auch die Tendenz zu Übergewicht und Fettleibigkeit erklären. Möglicherweise liegt der gesteigerte Appetit aber nicht nur am Schlafmangel. Denn Forscher aus Deutschland stellten vor kurzem fest: Wer Essen sieht, der bekommt auch Hunger. Die psychiatrische Abteilung des Max-Planck-Instituts zeigte, dass allein das Ansehen leckerer Speisen schon genügend Appetit verursacht, um Diätpläne zunichtezumachen.


Kommentare

  1. Es erstaunt mich doch immer wieder, welche Forschungen da nun angestrebt werden. Eigentlich weiß doch jedes Kind, dass das Auge mit isst. Interessant hingegen ist der Zusammenhang von Schlafmangel und Fettleibigkeit.

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