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Ist Frittieren doch nicht ungesund?

Lange hielt sich die Weisheit, dass Frittieren ungesund ist – vor allen Dingen für das Herz. Jetzt gibt es aber durch eine aktuelle Studie gute Nachrichten: Trotz frittiertem Essen war des Risiko von koronaren Herzkrankheiten (KHK) nicht erhöht. Zudem gab es kein erhöhtes Sterberisiko.

Ist Frittieren doch nicht ungesund?

Das Frittieren von Nahrungsmittel soll eigentlich besonders schlecht fürs Herz sein. Eine EPIC-Studie, die jetzt im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2012; 344: e363) veröffentlicht wurde, zeigt jetzt aber eine andere Seite der Medaille: Demnach gab es keine erhöhte Rate an koronaren Herzerkrakungen und auch die Sterberate war nicht erhöht. Dabei zählt Frittieren schon lange zu den ungesunden Methoden, Lebensmittel zu garen. Zum einen liegt das am hohen Kaloriengehalt, da sich frittiertes Essen mit Öl vollsaugt. Zudem entstehen durch Frittieren auch Schadstoffe. Zudem steht das Erhitzen von Fetten in Verdacht, koronare Herzerkrankungen zu verursachen.

Frittieren mit Olivenöl nicht schädlich für das Herz

Die aktuelle Studie zeigt aber: Wenn das Öl jedoch regelmäßig ersetzt wird und statt tierischer Fette Oliven- oder Sonnenblumenöle verwendet werden, dann habe das Frittieren laut Forschern keinen negativen Einfluss auf das Herz. Das ist das Ergebnis von Forschern der Autonomen Universität Madrid. Die Wissenschaftler haben Daten von 40.757 Erwachsenen im Alter von 29 bis 69 Jahren, die zu Beginn der Studie nicht an einer KHK litten. Dabei gab es eine Nachbeobachtungszeit von 11 Jahren. In dieser Zeit kam es zu 606 KHK-Neuerkrankungen und 1135 Todesfällen.  Bei jenen, die die meisten frittierten Lebensmittel verzehrten, war das Risiko einer Herzerkrankung nicht erhöht. Auch ein Anstieg der Gesamtsterblichkeit ließ sich nicht nachweisen.

Ist Fast-Food also gesund?

Michael Leitzmann von der Universität Regensburg meint laut Ärztblatt im Editorial, die Studie widerlege den Mythos, dass frittierte Nahrungsmittel schlecht für das Herz seien.  Doch zusammen mit der British Heart Foundation wartnte er vor Umkehrschluss, dass frittierte Lebensmittel ohne Bedenken gegessen werden könnten. Denn zum einen steigert das Frittieren den Kaloriengehalt. Zudem verweden Fastfood-Anbieter keine pflanzlichen Öle. Die Fetten werden auch nicht jedes Mal gewechselt.

 

3 Kommentare

  1. DOSIS SOLA FACIT VENENUM! (Nur die Menge macht das Gift!)
    Leider haben wir Wissenschaftler die einfache Tatsache vergessen und ERNÄHREN dauernd die Konfusion! Es gibt keine Nahrung, die dick macht!!
    Dr. Leoluca Criscione Mohlin (Schweiz)
    http://www.vitasanas.ch/fileadmin/user_upload/pdf/Es_gibt_KEINE_Nahrung_die_dick_macht_NFZ.pdf

    http://www.vitasanas.ch/fileadmin/user_upload/pdf/Fett_ist_sein_Leben-2seiten.pdf

  2. Ich denke, wie alles, was in Maßen und nicht in Massen genossen wird, kann man durchaus frittierte Pommes mit gutem Gewissen genießen. Und wer auf eine ausgewogene Ernährung achtet, wird sich sowieso nicht von FastFood ernähren.

  3. Krankenschwester

    @Dr. Mohlin … Aber es ist ja wohl unstrittig, dass fette Nahrung – und dazu zählen auch Pommes – nicht gerade förderlich sind. Ich bin sicher kein Ernährungsapostel und ab und an dürfen es ruhig auch Pommes & Co. sein, aber wirklich gesund ist das sicherlich nicht …

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