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Eisige Kälte macht anfällig für Infekte

Die eisigen Temperaturen dieser Tage sind für die Gesundheit mit einigen Gefahren verbunden: Das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt dadurch. Der Körper ist durch die Kälte auch viel anfälliger für Infektionen sowie für Gefäß- und Atemwegerkrankungen.

Eisige Kälte macht anfälliger für Infektionen

Es ist kalt. In einigen Teilen Deutschland sinken die Temperaturen auf minus 20 Grad. Für manche Menschen bedeutet starke Kälte ein erhöhtes Gesundheitsrisiko: Menschen mit Bluthochdruck sollten Anstrengungen im Freien meiden, sagt der Medizin-Meteorologe Werner Schätzle aufgrund der aktuellen Kälte in Europa. Niedrige Temperaturen können insbesondere für ein krankes Herz eine gefährliche Zusatzbelastung darstellen – bis hin zur Auslösung eines lebensbedrohlichen Angina pectoris-Anfalls oder Herzinfarkts. Starke Kälte belastet die Herzkranzgefäße, indem sich die Gefäße verengen, so dass das Herz gegen einen größeren Widerstand anpumpen muss.

Infektionsrisiko steigt

Der Körper sei auch anfälliger für Infektionen und Atemwegerkrankungen. «Bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen, die Durchblutung wird schlechter», erklärt Schätzle. Wer sich körperlich im Freien bei dieser Kälte überanstremgt. der belastet seinen Blutkreislauf. «Wichtig ist, im Winter viel zu trinken.» Der Körper ist im Winter schlechter durchblutet. Hinzu kommt durch die grauen Tagen vielfach auch ein Vitamin-D-Mangel. Dadurch ist das Immunsystem so geschwächt, so dass das Risiko von Infektionen steigt. Experten raten trotz der eisigen Kälte aber zur Bewegung an der frischen Luft.

Kälte ist gefährlich fürs Herz

Menschen mit Vorerkrankungen wie Herzproblemen sollten die eisige Kälte laut der Deutschen Herzstiftung aber meiden. „Wenn ein bisher Gesunder in die Kälte hinausgeht und plötzlich Schmerzen, einen Druck oder Brennen im Brustkorb und Atemnot bekommt, dann ist das ein Warnzeichen. Ein Arzt sollte umgehend aufgesucht werden, der das Herz gründlich untersucht“, sagt Dr. med. Frank Sonntag, niedergelassener Kardiologe in Henstedt-Ulzburg und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung. Auch dürften solche Brustschmerzen keinesfalls als Reizung der Bronchien durch die Kälte verharmlost werden, was nicht selten vorkomme – oft mit fatalen Folgen. Denn die genannten Beschwerden können auf eine mangelhafte Sauerstoffversorgung des Herzens hindeuten und somit Vorboten eines Angina pectoris-Anfalls oder Herzinfarkts sein.

Kommentare

  1. Bei der Kälte sollte niemand über die Stränge schlagen. Am besten ist es immer noch, auf die Signale des eigenen Körpers zu achten und verantwortungsvoll mit sich selbst umzugehen.

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