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Immer mehr Menschen leiden an der Freizeitkrankheit

 Es ist endlich Wochenende, endlich Zeit zum Ausspannen – und dann wird man krank. Viele erwischt es ausgerechnet dann, wenn der Stress nachlässt. Experten nennen dieses Phänomen die Freizeitkrankheit. Schuld daran ist der Stress. 

Die Freizeitkrankheit

Die Freizeitkrankheit: Wenn die stressige Arbeit krank macht.

Viele kennen es: Nach stressreichen Tagen steigt die Freude auf das Wochenende oder nach stressigen Monaten auf den Urlaub. Statt das Wochende zu genießen, bricht aber stattdessen eine Grippe, eine Erkältung oder Husten auf einen herein. Dieses Phänomen scheint keine Seltenheit zu sein. Experten sprechen von der „Freizeit-Krankheit“. Wenn der Körper und die Seele unter Dauerstress stehen und dann endlich mal Zeit zur Entspannung und zum Erholen da ist, dann werden viele offenbar krank.

Stress macht krank

Dass sich chronischer Stress negativ auf die Gesundheit auswirkt, das ist durch etliche Studien bereits gezeigt worden. Doch warum macht Stress in Form der Freizeitkrankheit direkt krank? Der Grund dafür ist, dass bei Stress der ganze Körper und das Immunsystem auf Hochtouren arbeitet. Er leistet bereits mehr, als er eigentlich kann. Dadurch werden  Stresshormone ausgeschüttet, die selbst die letzten Energiereserven mobilisieren. Es kommt zu einer allgemeinen Anspannung und Nervosität sowie erhöhten Blutdruck. Lässt die Anspannung nach, fährt auch das Immunsystem herunter.

Stress: Schöne neue Welt

Experten zufolge sind unter der „Freizeit-Krankheit“ vor allem Menschen betroffen, denen das Abschalten schwerfällt. Denn die Arbeit ist heute präsenter denn je – auch am Wochenende drehen sich die Gedanken vielfach um die Arbeit und um den Montag Morgen. Viele nehmen die Arbeit auch direkt mit nach Hause. Nicht nur in den Gedanken. Sie arbeiten abends zu Hause am Computer oder während des Wochenendausflugs im Ausland. Heute sind Menschen fast überall und immer erreichbar -sogar im Urlaub.

Es ist also diese schöne neue Welt des Kommunikationszeitalters, die Stress durchaus begünstigt. Daher ist es Fachleuten zufolge sehr wichtig, abschalten zu können und ausreichend pausen einzulegen. Regelmäßige Auszeiten beugen der Freizeitkrankheit vor. Denn dann legt der Körper am Wochenende keine Zwangspause ein, nachdem die Reserven erschöpft sind.

Sport gegen Stress

Auch wenn es nicht immer möglich ist: Am Wochenende sollte das Handy und der Laptop beruflich keine Rolle spielen. Wenn das Abschalten abends und an den Wochenenden schwerfällt, dann können Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training helfen. Kurze und intensive Ruhephasen in der Mittagspause sind beispielsweise wichtig für den Körper. Eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst stärkt das Immunsystem. Zudem raten Experten Sport zu betreiben.

Denn die Energie, die sich durch den Arbeitsstress im Körper anstaut, wird durch Bewegung abgebaut: Nach dem Sport entspannen sich die Muskeln und der Blutdruck sinkt. Mindestens einmal am Tag sollte man außer Atem kommen – egal, ob durch Radfahren, Treppensteigen oder den Sprint zum Bus. Und mindestens zweimal pro Woche sollten 30 Minuten Ausdauersport auf dem Programm stehen.

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