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Wer Schlaftabletten nimmt, stirbt früher

Schlaftabletten verdreifachen das Risiko, früh zu sterben. Selbst wer nur zwei Mal monatlich Schlaftabletten schluckt, erhöht sein Sterberisiko deutlich. Auch die Gefahr an Krebs zu erkranken, steigt durch Schlaftabletten.

Wer Schlaftabletten nimmt, stirbt früher

Wer Schlaftabletten nimmt, stirbt früher.

Weltweit nehmen Millionen von Menschen Schlaftabletten, um schlafen zu können. Doch offenbar sollte man vorsichtig damit umgehen, denn mit gesundem Schlaf hat das nichts zu tun. Denn einer aktuellen Studie zufolge erhöht sich durch die Einnahme von Schlaftabletten das Sterberisiko deutlich. Weniger als 18 Dosen im Jahr steigern die Gefahr eines vorzeitigen Todes. Zudem erhöht sich auch das Risiko für eine Krebserkrankung.

Forscher nehmen Schlaftabletten unter die Lupe

Forscher in den USA haben in ihrer Studie 10 500 Menschen beobachtet und untersucht, die im Durchschnitt über zweieinhalb Jahre Schlafmittel einnahmen. Dabei haben die Wissenschaftler auch 23. 500 Menschen in einer Kontrollgruppe beobachtet. Sie hatten im selben Zeitraum keine Schlaftabletten genommen. Neben dem Tablettenkonsum haben die Forscher auch noch Faktoren wie Geschlecht, Lebensstil, Gesundheitszustand und Alter berücksichtigt.

Schlaftabletten: Die Dosis macht das Gift

„Die Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Schlaftabletten und einem erhöhten Sterberisiko“, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin „British Medical Journal“ (BMJ). Mit der Höhe der Dosis steigt auch die Sterberate. Das Sterberisiko war bei Menschen, die Schlaftabletten nahmen 3,5-fach höher. Eine Gruppe nahm dabei zwischen 18 und 132 Mal im Jahr eine Schlaftablette. In dieser Gruppe starben viermal so viele Probanden wie in der Vergleichsgruppe. Mehr als 132 Tabletten gingen sogar mit einem fünffach höheren Risiko einher.

Schlaftabletten und Krebsrisiko

Auch die Gefahr an Krebs zu erkranken steigt durch Schlaftabletten. Die Ergebnisse der Untersuchung sind dabei problematisch. Denn fast zwei Millionen Menschen sind hierzulande medikamentenabhängig – meist von Schlaf- und Beruhigungsmitteln. Besonders oft hält sich der Konsum dabei in einer sogenannten Niedrig-Dosis-Abhängigkeit. Betroffene nehmen nur ein oder zwei Tabletten täglich.

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