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Abhängigkeit von Nasenspray weit verbreitet

Mehr als 100.000 Deutsche sind in Deutschland Schätzungen zufolge von Nasensprays abhängig. Bei Schnupfen oder  Erkältung greifen viele sehr schnell zu den abschwellenden Sprays. Denn die Gefäße in der Nasenschleimhaut ziehen sich dadurch zusammen, die Schleimhaut schwillt ab und die Nase wird frei. Richtig angewendet ist die Benutzung solcher Mittel medizinisch sinnvoll. Doch sie sollten nicht zulange hergenommen werden.

Abhängigkeit von Nasespray weit verbreitet

Abhängigkeit von Nasespray weit verbreitet. Foto: Flickr/CCAndersAdermark

Bei zu langem Gebrauch kann es bei Nasenspray zu einer gefährlichen Abhängigkeit mit gravierenden Folgen kommen. Das teilte das Deutsche Grüne Kreuz aktuell mit. Die Betroffenen haben sich dann an die Wirkung des Sprays gewöhnt. Wenn die Nase dann wieder verstopft ist, dann verlangt der Körper nach dem befreienden Spray. Schon bei der geringsten Schwellung der Nasenschleimäute kann das Gefühl entstehen, ein Spray nutzen zu müssen.

Nasenspray kann zu bleibenden Schäden führen

Durch das ständige Nutzen des Mittels trocknet die Nasenschleimhaut aus, wodurch es zu einer chronischen Verstopfung kommen kann (Rhinitis medicamentosa). Auch Riechstörungen oder Nasenbluten treten als Nebenwirkungen auf, wenn Nasensprays regelmäßig benutzt werden. Wer Nasensprays länger als ein Jahr verwendet, muss sogar mit bleibenden Schäden seiner Nasenschleimhäute rechnen. Außerdem lässt die befreiende Wirkung des Sprays nach, die verstopfte Nase geht nicht mehr weg (Reboundeffekt).

Nasenspray: Nicht länger als eine Woche

Nasensprays sollten daher nicht länger als eine Woche angewendet werden. Wer länger unter einer verstopften Nase leidet, sollte die Ursache klären. Manchmal steckt hinter einer verstopften Nase gar keine Erkältung, sondern eine verkrümmte Nasenscheidewand, Polypen, zu große Nasenmuscheln oder Allergien. Auch die in den Sprays enthaltenen Konservierungsmittel tragen zu den schädlichen Effekten auf die Nasenschleimhaut bei.

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